Westen

Monument Valley Tour

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Wer kennt dieses Bild nicht? Die Silhouette des Monument Valleys, die von drei markanten Steinsäulen, den sogenannten Buttes, geprägt wird. Eine Kulisse, die wie für Westernfilme gemacht ist. So tauchte das Monument Valley beispielsweise in Filmen wie The Lone Ranger, Easy Rider und auch Zurück in die Zukunft 3 und Forrest Gump auf. Beim Anblick dieses geologischen Meisterwerks ist Gänsehaut nicht ausgeschlossen und man fühlt sich ein wenig in den Wilden Westen zurück versetzt.

Anfahrt und Eintrittspreis

Das Kerngebiet des Monument Valleys liegt in Arizona östlich der #163 zwischen Moab und Page – zwei anderen möglichen Anfahrtspunkten für einen Roadtrip. Von der #163 fährt man dann auf die Monument Valley Rd, wo bei der Zufahrt der Eintritt kassiert wird. Da der Monument Valley Park von den Navajo-Indianern verwaltet wird, gilt dort der Interagency Pass nicht. So zahlt man pro Fahrzeug mit bis zu vier Insassen $20. In der Nebensaison von Oktober bis April wird im Visitor Center kassiert, das man erreicht, wenn man der Monument Valley Rd bis zum Ende folgt. Im Sommer ist dieses von 6 – 20 Uhr und im Winter von 8 – 17 Uhr geöffnet. Diese Uhrzeiten gelten ebenso für den individuellen Scenic Drive durch das Valley.

17-mi-Road

Es ist möglich, eine selbstgeführte Tour mit dem eigenen Wagen zu den Monumenten zu machen. Der Startpunkt für die 27 km lange Fahrt auf der Schotterstraße ist bei dem Visitor Center. Bei extremer Trockenheit kann die Fahrt sehr staubig werden und man sollte auf dieser unbefestigten Straße besonders vorsichtig sein, da das Befahren von Dirt Roads mit den meisten Mietfahrzeugen laut Vertragsbedingungen untersagt ist. Entscheidet man sich wegen mangelnder Zwischenfälle dennoch für die Tour, erhält man bei der Einfahrt oder im Visitor Center eine Karte mit den interessanten Anfahrtspunkten. So führt die Straße zunächst an den drei bekanntesten Steinsäulen, dem West Mitten, East Mitten und Merrick Butte, vorbei.

Ein empfehlenswerter Stopp ist der John Ford’s Point. Dort positioniert sich für die Besucher stets ein Reiter für Fotos. Ebenso ist es möglich selbst für ein Foto aufs Pferd zu steigen; gegen ein kleines Trinkgeld natürlich. Danach führt eine Einbahnstraße rund um die Rain God Mesa die Besucher vorbei an der Thunderbird und Spearhead Mesa. Außerdem passiert man noch den North Window Overlook, von wo man einen Überblick über den nördlichen Teil des Valleys bekommt, sowie den Elephant und Camel Butte, die ihre Namen ihrer markanten Form verdanken. Insgesamt sollte man für diese selbstgeführte Tour ca. 1-2 Stunden einplanen.

Geführte Tour durch das Monument Valley

Monument Valley Tour Jeep

Eine andere Möglichkeit, um sich die Monumente näher anzuschauen, bietet eine gebuchte Tour mit einem indianischen Guide. Der Vorteil beim Buchen einer solchen Tour ist, dass man in Gebiete des Valleys gefahren wird, die man im Alleingang nicht besuchen darf. Eine 2,5 bis 3 Stunden lange Tour gibt es ab $75 pro Person. Längere Touren sowie Sunrise- und Sunset-Touren kosten etwas mehr.

Die Touren werden mit einem größeren Geländewagen durchgeführt und starten auf dem Parkplatz neben dem Visitor Center. Normalerweise wird man in einem offenen Geländewagen transportiert. Auf Wunsch und je nach Wetterbedingungen kann jedoch auch ein geschlossenes Fahrzeug zum Einsatz kommen. Aus eigener Erfahrung kann ich die traditionelle Monument Valley Tour von Navajo Spirit Tours empfehlen. Wir haben diesen Anbieter gewählt, weil er zahlreiche hervorragende Rezensionen hatte. Die Erwartungen, die wir deswegen an die Tour hatten, wurden mehr als übertroffen.

Monument Valley Sleeping Dragon

Nice-to-know: Bei der Buchung, die vorab per Email erforderlich ist, und der gewählten Uhrzeit, muss man beachten, dass im Monument Valley, anders als in Arizona, die Sommerzeit gilt. Das bedeutet, dass wenn man vom Grand Canyon oder aus Page anreist, es im Monument Valley eine Stunde später ist. Reist man hingegen aus Moab an, ändert sich nichts an der Uhrzeit, da in Utah ebenfalls die Sommerzeit angewandt wird.

Ear of the Wind

Unsere Tour mit dem indianischen Guide

Auf unserer für 15 Uhr gebuchten Tour waren wir die einzigen Gäste, sodass wir ungeplant eine private Tour mit unserem indianischen Guide hatten. Die ruckelige Fahrt ging vorbei an den Mitten Buttes zum John Ford’s Point. Daraufhin ging es weiter durch das Hinterland zum Sleeping Dragon und Ear of the Wind. Überall machten wir Fotostopps und unser freundlicher Guide erzählte uns Zahlreiches über die Monumente und die Geschichte der Navajo. Ein faszinierender Einblick, den wir wohl sonst nicht bekommen hätten. Weit und breit waren keine anderen Menschen zu sehen, sodass wir die eindrucksvolle Umgebung in vollen Zügen genießen konnten.

Ein absolutes Highlight war der Stopp beim Big Hogan und Eagle Eye. Aufgrund der phänomenalen Akustik dort hat unser Guide, sich selbst auf einer Trommel begleitend, ein traditionelles Lied der Navajo für uns gesungen. Ein einzigartiges Erlebnis, das uns dieser Kultur ein Stückchen näher gebracht hat. Nach ca. drei Stunden endete die Tour wieder auf dem Parkplatz des Visitor Centers. Unser Fazit: Die geführte Tour ist sein Geld absolut wert!

Monument Valley Tour Big Hogan

Wanderung im Monument Valley

Wer jetzt denkt, er könne einfach zu Fuß das Hinterland abseits der frei befahrbaren Straße erkunden, hat sich getäuscht. Im Park gibt es nur einen Trail, den man laufen kann/darf, nämlich den Wildcat Nature Walk. Er beginnt beim The View Campground und führt auf einer Länge von 5,3 km um den West Mitten Butte herum. Ob sich die Wanderung aufgrund der Aussichten lohnt, wage ich zu bezweifeln.

Monument Valley Regenbogen

Zelten im Monument Valley

Im Monument Valley gibt es drei Übernachtungsmöglichkeiten. Da wäre einmal das The View Hotel, das direkt an der Abbruchkante liegt und wo die Zimmer in der Hochsaison nicht unter 250€ die Nacht zu bekommen sind. Eine andere Möglichkeit sind die Premium Cabins. Eine dieser Hütten kann man für ca. 200€ buchen. Sie bieten die gleichen Annehmlichkeiten wie das Hotelzimmer und gleichzeitig mehr Privatsphäre. Die günstigste und deshalb von uns gewählte Alternative ist das Campen mit Zelt. Ein Zeltplatz kostet lediglich $20 plus Tax (Stellplatz für RVs $40) und bietet nicht nur sehr gut ausgestattete sanitäre Anlagen und WiFi, sondern auch wie alle anderen Übernachtungsmöglichkeiten einen 1A-Blick auf das Tal. So kann man aus erster Reihe und in atemberaubender Atmosphäre den Sonnenaufgang hinter den Buttes beobachten.

Monument Valley Camping Zelten Sonnenaufgang

Letztendlich liegt die Entscheidung bei individuellen Vorlieben und dem eigenen Budget, auf welche Art und Weise man das Monument Valley erkundet und wie man übernachten möchte. Egal wie man es anstellt, es wird bestimmt ein Highlight.

Da wir von Nationalparks nicht genug bekommen können, geht es gleich weiter in den Grand Canyon National Park. Ein absolutes Muss für einen Roadtrip im Südwesten der USA.


Music in video by parademics

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