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Las Vegas
Tops & Flops

Sin City – die Stadt der Sünde lockt jährlich unzählige Besucher mitten in die Wüste. Die meisten sind auf der Suche nach etwas Spaß und Entertainment. Und schon bei dem ersten Blick auf den berühmt berüchtigten Strip wird klar: Davon gibt es hier mehr als genug.

Imposante Hotels, riesige Casinos, Restaurants, Bars und schrille Figuren am Wegesrand so weit das Auge reicht. Wir schlängeln uns durch die Menschenmassen am Strip entlang, ständig auf der Suche nach dem richtigen Weg. Ups, schon wieder versehentlich in einem Casino gelandet. Wo geht es denn jetzt hier raus? Eine nervige Frage, die uns zwei Tage lang verfolgen sollte.

So fanden wir die Stadt vor allem eins: anstrengend. Es gab Highlights in Las Vegas, an die wir uns mit Freude zurückerinnern. Andere Dinge haben uns allerdings gar nicht gefallen. Deshalb kommt jetzt eine Liste mit meinen Tops & Flops in Las Vegas. Vielleicht sind ja ein paar coole Ideen für deinen Trip dabei.

Las Vegas Tops

Kommen wir erst einmal zu den schönen und wirklich aufregenden Seiten von Las Vegas.

#1 Shows in Las Vegas

Ob Cirque du Soleil, Blue Man Group, David Copperfield, die Chippendales oder Musiker wie Celine Dion, Britney Spears oder die Backstreet Boys – in Las Vegas gibt es so viele Shows, dass man die Qual der Wahl hat. Soll es actionreich, künstlerisch, lustig oder eher sexy sein? Für jeden Geschmack ist etwas dabei; ebenso für jeden Geldbeutel.

Für bekannte Shows wie die Cirque du Soleil-Produktionen oder David Copperfield muss man etwas mehr bezahlen als für weniger populäre Shows. So gibt es bereits Tickets ab ca. $50 bis weit über $200, je nach gewählter Sitzkategorie.

Wir hatten uns aufgrund der überaus guten Bewertungen für die Akrobatik-und Wasserfontänenshow Le Rêve – The Dream im Wynn-Hotel entschieden. Die Show ist absolut atemberaubend und die beste, die wir je gesehen haben. Es wundert mich nicht, dass sie bereits mehrere Jahre in Folge als „Best Production Show“ in Las Vegas gilt.

Die Tickets für je $135 habe ich ganz unkompliziert vorab bei bestofvegas.com erworben. Im 360-Grad-Theater ist die Sicht von jedem Platz aus gut, sodass man nicht zu den teuersten Tickets greifen muss. Hier also eine ganz klare Must See-Empfehlung.

#2 Buffets in Las Vegas

Als bekennender Foodie ist mir vor allem auch eines auf Reisen wichtig: das Essen. Auf dem Gebiet hat Las Vegas definitiv einiges zu bieten. So hatte unser Hotel, das New York New York, einen schicken Food Court, der zahlreiche Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt beherbergte.

Legendär sind jedoch die riesigen Buffets in den großen Hotels am Strip. Besonders hervorgehoben wird das Buffet im Bellagio (Dinner ab $42), das Bacchanal Buffet im Caesers Palace (Dinner ab $55) sowie das Wicked Spoon Buffet im Cosmopolitan (Dinner ab $42).

Wir haben uns für letzteres entschieden und wurden nicht enttäuscht. Das Speisenangebot ist riesig und steht in kleinen portionierten Schälchen bereit, sodass man möglichst viele unterschiedliche Köstlichkeiten probieren kann.

Getoppt wurde das Hauptspeisenbuffet durch das fantastische Dessertbuffet, welches von Kuchen und Eis bis hin zu Keksen und Pudding so ziemlich alles zu bieten hatte. Naschkatzen sollten also unbedingt zumindest eines der großen Hotelbuffets besuchen. Und ganz wichtig dabei: Hunger mitbringen.

#3 Helikopter-Rundflug über den Strip

Die vielen Lichter am Strip beeindrucken einen schon am Boden. Von oben ist die Glitzermetropole jedoch noch eindrucksvoller – und nicht ganz so überlaufen.

Um sich einmal selbst davon zu überzeugen, kann man einen Helikopter-Rundflug über die Stadt buchen. Dafür gibt es bei Groupon mehrere ansprechende Angebote.

Aufgrund der guten Bewertungen wählte ich einen 15-minütigen Flug über den Strip mit Skyline Helicopter Tours. Der Gutschein kostet $129 (der Preis kann etwas schwanken) und ist für bis zu drei Personen gültig. Also ein echtes Schnäppchen.

Einen Aufpreis von $40 gibt es jedoch für die „Doors off“-Option, die ich auf jeden Fall empfehlen würde. Es ist dann zwar sehr windig, aber der Blick nach unten ist uneingeschränkt. Bei der Reservierung per E-Mail kann man dann auch seine Wunschzeit angeben, wobei ein Rundflug am Abend sicherlich am spektakulärsten ist.

Alternativ kannst du einen Hubschrauber-Rundflug auch hier über Get your Guide buchen. Der Flug beginnt hier allerdings ab 73€ pro Person. Dafür ist die Buchung unkompliziert und du kannst sie bis zu 24 Stunden vor dem Flug kostenlos stornieren.

Helikopter-flug bei Nacht über den Strip
top bewertet ★
20-minütiger flug ab 73€ pro Person
aufregende touren und aktivitäten finden. schnell und einfach auf get your guide.de

#4 Shooting Range

Einmal mit scharfer Munition rumballern – wo, wenn nicht in den USA. Und natürlich hat Las Vegas auch diese Art von Freizeitgestaltung im Angebot.

So gibt es sowohl direkt in der Stadt als auch einige Meilen außerhalb in Henderson eine Shooting Range. Da ich auch hier wieder einen Groupon mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis fand, entschied ich mich für die Green Valley Range in Henderson.

Im Gutschein enthalten ist das Schießen mit einer 9mm halbautomatischen Pistole und einer 9mm Maschinenpistole. Zudem sind insgesamt 50 Schuss inklusive. Der ganze Spaß kostet akzeptable $89 für zwei Personen, wobei der Preis je nach Deal schwanken kann.

Nach dem Unterzeichnen der obligatorischen Verzichtserklärung wird man mit dem nötigen Equipment ausgerüstet und geht dann zusammen mit einem Instructor in den Schießstand. Dort erläutert er worauf man beim Schießen achten muss und kann kurz darauf auch schon loslegen.

Für mich war das wirklich aufregend, da ich das erste Mal mit scharfer Munition geschossen habe. Dafür war meine Treffsicherheit aber wahrscheinlich gar nicht so schlecht 😉 Insgesamt also eine spannende Aktivität. Allerdings ist der Spaß leider viel zu schnell vorbei. Die 50 Schuss sind ruckzuck weg, sodass man hier gar nicht so viel Zeit einzuplanen braucht.

#5 Hotels in Las Vegas

Einige der Hotels in Las Vegas dürften die meisten Menschen aus Film und Fernsehen kennen: Ob das elegante Bellagio mit seinen Wasserfontänen oder das besonders durch den Film Hangover bekannte und an Rom angelehnte Caesers Palace.

Die überwiegend außergewöhnliche und verspielte Architektur der Hotels verleiht der Stadt nicht nur ihren einzigartigen Look, sondern die Hotels selber werden zu einer Attraktion, die man sich anschauen muss.

Besonders empfehlenswert ist das Bellagio mit seinem regelmäßig neu gestalteten botanischen Garten und der prachtvollen Lobby, das Venetian mit seinem Kanal und den Gondeln, das Cosmopolitan mit der Chandelier Bar, das Caesers Palace mit seinen Forum Shops oder auch das New York New York mit seiner Achterbahn, die teilweise durch das Hotel führt.

So ziemlich alle Hotels haben etwas Besonderes zu bieten, sodass sich ein Blick hinein auf jeden Fall lohnen kann.

Las  Vegas Flops

Und nun zu den weniger schönen und vielmehr nervigen Seiten von Las Vegas.

#1 Casinos

Las Vegas ist DIE Glücksspielmetropole. Somit sind die Casinos natürlich ein Hauptbestandteil aller Hotels. Einarmige Banditen in den verschiedensten Ausführungen, Roulette, Poker und Black Jack – es gibt so viele Möglichkeiten, sein Geld loszuwerden. Und um die Leute im eigenen Casino zu halten, gleichen die Wege darin einem Labyrinth. Im Casino landet man schnell. Heraus findet man allerdings nicht so leicht. Das nervte mich nach einer Weile immens und schlauchte zudem ganz schön, da die Hotels riesig sind und man oftmals eine weite Strecke zurückzulegen hatte. Im Zweifel und bevor man explodiert, am besten jemanden nach dem Ausgang fragen.

#2 Fremont Street

Downtown Las Vegas ist die kleine, abgelegene Schwester des übermächtigen Strips. Zentraler Anlaufpunkt ist hier die überbaute Fremont Street, die trotz der erschwerten Bedingungen versucht, die Besucher anzulocken. Als Hauptattraktion gilt die Light & Sound Show, die zu jeder vollen Stunde unter dem gitterartigen Dach projiziert wird.

Zudem gibt es eine Zipline namens SlotZilla, die die Fahrgäste in 35m Höhe und mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h knapp unter dem Dach der Fremont Street fliegen lässt.

Die Anfahrt am späten Abend ist jedoch wirklich langwierig, egal ob mit Auto oder Bus. Denn der Andrang ist gigantisch. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs fand ein Konzert statt, sodass einige Straßen und Wege gesperrt waren, was das Erreichen der Fremont Street erschwerte. Der Besucheransturm hatte natürlich ein großes Gedränge zur Folge, sodass ich nur dachte „Ich will hier sofort wieder weg“. Somit war unser Besuch sehr kurzweilig, die Anfahrt anstrengend und den Aufwand insgesamt einfach nicht wert.

#3 Las Vegas Sign

Ok, da war ich selbst Schuld. Die Idee von unserem Hotel zum Sign zu laufen war nicht unbedingt die grandioseste. „Das ist ja nicht so weit“ – schwer getäuscht, denn in der Wüstenhitze sind zwei Kilometer doch etwas auslaugender. So konnten wir aber zumindest einen Blick auf die dazwischenliegenden Hotels werfen. Beim Schild angekommen, steht – natürlich, wie sollte es auch sonst sein – eine große Menschentraube.

Zunächst stellen wir uns, genauso wie alle anderen, brav an. Hier läuft nämlich glücklicherweise alles ganz gesittet ab. Es ist auch eine Person anwesend, die gegen einen kleinen Geldbetrag Fotos macht. Die Wüstensonne brennt allerdings unermüdlich auf unsere Köpfe herab und so viel bedeutet uns das Foto nun auch wieder nicht. Also stellen wir uns, ohne jemanden zu stören, seitlich neben das Schild, machen schnell ein Selfie und düsen mit dem nächsten Bus zurück zum Zentrum des Strips. Das Foto vor dem Las Vegas Sign gehört halt irgendwie dazu. Spektakulär ist es jedoch nicht.

#4 Voll, voller, Las Vegas

Nach mehreren Tagen in den Nationalparks, wo wir Einsamkeit und Ruhe genießen konnten, traf uns Las Vegas wie ein Schlag. Vielleicht lag es auch einfach an dem kurz bevorstehenden Labor Day-Wochenende, aber die Stadt war brechend voll.

Wir schlängelten uns am Strip entlang und versuchten die trödelnden Menschen zu überholen, ohne jemanden anzurempeln. Ständig ging es Treppen rauf und Treppen runter, immer mit der Frage im Nacken „Gehen wir richtig?“. Man schwimmt eigentlich nur noch mit dem Menschenstrom und an ein gemütliches Spazierengehen ist gar nicht zu denken. Während ich den Trubel in New York liebe, fand ich ihn in Las Vegas einfach nervig.

#5 Preise

Wenn man schon in Las Vegas ist, möchte man als Foodie natürlich auch das große Speisenangebot austesten. Leider ist das Essen trotz der vielfältigen Konkurrenz nicht wirklich günstig. Besonders die Buffetpreise der namhaften Hotels sind gesalzen. Eine preiswertere Alternative stellen immer die Fast Food-Restaurants dar, die wir allerdings ungern ansteuern, weil wir auch gerne Neues ausprobieren. Um ein paar Dollar zu sparen, kann man nach Lunch-Angeboten Ausschau halten, die viele Restaurants anbieten. Für ein schönes Dinner muss man aber leider tiefer in die Tasche greifen.

Schlussendlich hat Las Vegas zwar einiges an Action zu bieten, aber die Atmosphäre hat für uns einfach nicht gestimmt. Deswegen wird die Stadt uns wohl nicht so bald wiedersehen.

Wohin als nächstes?

Interessierst du dich mehr für Natur? Der Zion National Park und Grand Canyon sind nur einige Fahrtstunden von Las Vegas entfernt.
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Kommentare (1)

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