Dubai

Burj al Arab Afternoon Tea

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Das Burj al Arab Hotel ist das einzige 7-Sterne Hotel der Welt und sticht trotz der Vielfalt an Hochhäusern und Hotels in Dubai mit seiner Architektur und Lage heraus. Das an ein Segelboot erinnernde Gebäude ist eine Ikone in der Dubai Skyline und wohl eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Zimmerpreise sind astronomisch hoch und für Normalsterbliche wohl kaum bezahlbar. Trotzdem hat man die Möglichkeit einen Blick in das Hotel zu werfen, wenn man eine Reservierung für ein Restaurant vornimmt. Zu empfehlen ist hierbei der Afternoon Tea in der Skyview Bar im 27. Stockwerk.Die Reservierung kann man auf der Webseite des Hotels vornehmen, und zwar hier.

Man wählt das gewünschte Datum aus, die Uhrzeit und gibt die Anzahl der Gäste an. Zu guter Letzt kann man unter Umständen noch angeben, ob es einen besonderen Anlass für den Besuch gibt, wie zum Beispiel einen Geburtstag oder ein Jubiläum. In diesem Fall gibt es eine kleine Aufmerksamkeit des Hotels. Da ich mit meinen Eltern dort war und meine Mutter Geburtstag hatte, hat sie ein kleines Schokotörtchen und eine Rose bekommen. Eine tolle kleine Überraschung, über die sie sich sehr gefreut hat.

Preis

Der Afternoon Tea kostet natürlich auch was – und das nicht gerade wenig. Der aktuelle Preis liegt bei 650 AED pro Person, was ca. 145€ entspricht. Jap, das ist ein beträchtlicher Batzen Geld, um mal eben für 2 Stunden essen zu gehen. Ohja, das sei hier auch erwähnt: Die Belegungsdauer des Tisches ist zeitlich begrenzt. Man wird zwar nach Ablauf der Zeit nicht direkt rausgeschmissen, sollte sich aber dennoch einigermaßen an die Vorgabe halten, da sonst die nachfolgenden Gäste warten müssen. Beachten sollte man auch, dass für einen Tisch am Fenster nochmal insgesamt 100 AED, also ca. 25€, berechnet werden. Meiner Meinung nach lohnt sich aber dieser Aufpreis für die bessere Aussicht. Mal ganz ehrlich: Was sind in diesem Fall schon 25€ mehr?

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Reservierung

Hat man den Preisschock verdaut und die Reservierung abgeschickt, erhält man per Email eine Reservierungsbestätigung inklusive einem Bezahllink, mit dem man die Bezahlung per Kreditkarte tätigen kann. Ohne die rechtzeitige Bezahlung verfällt die Reservierung wieder. Somit sollte man da nicht zu viel Zeit verlieren – ebenso bei der Reservierung selbst. Je nach Wochentag und Uhrzeit sollte man sich am besten mindestens zwei Wochen im Voraus darum kümmern. Die Reservierungsnummer sollte man sich sicherheitshalber notieren bzw. ausdrucken, um das Durchfahrtstor am Hotel passieren zu dürfen. Die Angabe meines Namens hatte allerdings auch gereicht.

Anreise

Begibt man sich am Tag der Reservierung zum Hotel, sollte man maximal 30 Minuten vor und nicht später als 15 Minuten nach der reservierten Uhrzeit dort erscheinen, da man sonst möglicherweise nicht so früh durch das Tor gelassen wird bzw. bei zu spätem Erscheinen die Reservierung gestrichen wird. Läuft alles wie geplant, kann man dieses befriedigende Gefühl genießen zum Hotel vorfahren zu dürfen, während die Scharen an Touristen sich mit dem Blick vom Tor aus begnügen müssen. Ja, ich muss sagen, dieses „HAHA, wir dürfen durch“-Gefühl ist schon wirklich toll. Am Hotel angekommen, wird man gleich vom Personal empfangen und es wird Orientierungshilfe angeboten. Ist noch genügend Zeit vorhanden, kann man sich zunächst in den öffentlichen Bereichen umsehen und sich vom Prunk umhauen lassen. Ob vom pompösen Brunnen, dem großen Aquarium oder dem mega Blick nach oben – dieses Gebäude ist eine Klasse für sich.

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Da wir kurz nach Neujahr und vor dem russischen Weihnachtsfest dort waren, war das Hotel noch wunderschön weihnachtlich geschmückt. Es glitzerte einfach überall. Eine grandiosere Weihnachtsdeko hatte ich bisher noch nicht gesehen.

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Um in die Skyview Bar im 27. Stockwerk zu kommen, muss man einmal die Rolltreppe hoch und zu den Fahrstühlen geradeaus durchgehen. Dort wird man von einer netten Dame empfangen und kann schließlich in einem gläsernen Fahrstuhl mit Blick auf das Wasser hinauffahren – einfach traumhaft!

Menü

Oben angekommen, wird man überaus freundlich zu seinem Tisch geleitet, über den Ablauf des Afternoon Teas informiert und es wird ein wenig Smalltalk mit dem Kellner gehalten. Dann geht es endlich ans Essen. Zu Beginn gibt es für jeden Gast ein Glas Champagner sowie Datteln als Appetithäppchen. Daraufhin gab es bei uns (die Gänge können nach gewisser Zeit variieren) ein kaltes Süppchen, gefolgt von einer warmen Kürbisquiche. Als kleinen Zwischengang gab es ein Früchtesorbet zum Neutralisieren des Geschmacks, wie der Kellner uns so schön erklärte. Anschließend wurden uns zwei Etagere mit verschiedensten Fingersandwiches serviert, die sowohl geschmacklich als auch optisch punkteten.

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Alle alkoholfreien Getränke sowie das erste Glas Champagner sind übrigens im Preis inklusive. Man kann sich so oft was zum Trinken bestellen wie man mag und auch wenn einem das Essen nicht reicht – was ich mal stark anzweifle – kann man um einen Nachschlag bitten. Als letzten Gang gab es schließlich das Highlight eines jeden Essens: das Dessert. Zwei voll beladene Etagere mit Scones, verschiedenen Marmeladen und kleinen, hübschen Küchlein wurden serviert. Auch wenn ich einen ausgeprägten Sweet Tooth habe – das war sogar für mich zu heftig.

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Die für mich verführerischsten süßen Sünden musste ich natürlich probieren, obwohl ich längst satt war. Geschmacklich wurde ich nicht enttäuscht, auch wenn die Küchlein für mich nicht an einen guten Cheesecake rankommen 😉 Trotz aller Bemühungen haben wir es zu dritt leider nicht geschafft, alles zu verschlingen.

Geburtstagsüberraschung

Pünktlich zum Dessert wurde auch die Geburtstagsüberraschung für meine Mutter an den Tisch gebracht: Ein weiteres Stück Kuchen mit Geburtstagswünschen sowie das bereits erwähnte Blümchen. Sie hatte davon keine Ahnung und war total gerührt. Überraschung also vollkommen gelungen.

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Gut gesättigt wurde noch der Sonnenuntergang mit Blick auf die Palm Jumeirah genossen und das sich langsam erleuchtende Dubai beobachtet.

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Bevor es zurück nach unten ging, suchten wir noch das stille Örtchen auf. Auch wenn ihr nicht müsst – geht trotzdem mal rein. Die Annehmlichkeiten und der Service dort sind einfach der Knaller. Dass man von einer Toilette so begeistert sein kann, ist schon schräg.

Ziemlich genau zwei Stunden nach unserer Ankunft verließen wir wieder diesen wunderbaren Ort, an dem man es sich richtig gut gehen lassen kann, bestaunten im Erdgeschoss nochmals das im Dunkeln wunderschön beleuchtete Gewölbe des Hotels und gingen schließlich hinaus.

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Man sollte vor der Tür nicht gleich ein Taxi nehmen, sondern zu Fuß über die Brücke zurück zum Einfahrtstor gehen. So kann man noch tolle Fotos vom Hotel machen und den Anblick genießen.

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Ein Nachmittag im Burj Al Arab ist einfach ein absolutes Highlight und eine Once in a lifetime experience. Ich war zwar bereits zweimal dort, aber ihr wisst, was ich meine 😀 Ja, das Ganze ist kostspielig, aber wenn man nicht unbedingt auf jeden Euro achten muss – was man im Urlaub bestenfalls sowieso nicht macht – kann und sollte man sich dieses besondere Verwöhnprogramm im Zweifel ruhig gönnen.

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