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Island Rundreise 10 Tage:
Unsere Route mit Mietwagen, Karte, Kosten & Tipps

Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026

Eine Island Rundreise in 10 Tagen ist gut machbar, wenn du gerne viel erlebst, früh startest und auch längere Fahrtage nicht scheust. Dafür wirst du mit Landschaften belohnt, die unglaublich abwechslungsreich sind und an die man noch lange nach der Reise zurückdenkt.

Wir waren im Juli mit dem Mietwagen auf Island unterwegs und haben unsere Route einmal komplett um die Insel gelegt. Dabei ging es von Reykjavík über die Snæfellsnes Halbinsel in den Norden, weiter in den Osten, entlang der Südküste und schließlich noch ins Hochland nach Landmannalaugar und Kerlingarfjöll. Besonders schön waren für uns die Orte, die sich ein bisschen wilder und weniger überlaufen angefühlt haben, zum Beispiel der Stuðlagil Canyon, Stokksnes mit Blick auf den Vestrahorn, der Múlagljúfur Canyon und natürlich Landmannalaugar.

In diesem Artikel zeige ich dir unsere komplette Island Route für 10 volle Reisetage mit Mietwagen, inklusive Karte, Tagesplanung, Übernachtungsorten, Kosten, Highlights, Dingen, die wir beim nächsten Mal anders machen würden, und vielen praktischen Tipps für deine eigene Planung.

📌 Kurzüberblick: Das Wichtigste zu unserer Island Rundreise in 10 Tagen

  • Route: Reykjavík → Snæfellsnes → Nordisland → Ostisland → Gletscherlagunen → Südküste → Landmannalaugar → Kerlingarfjöll → Golden Circle
  • Reisezeit: Juli, ideal wegen langer Tage, Mitternachtssonne und geöffneter Hochlandstraßen
  • Mietwagen: Wir hatten einen Suzuki Jimny 4×4, für reine Ringstraßen-Routen reicht im Sommer oft auch ein normaler Mietwagen, für Hochland und F-Straßen brauchst du aber ein geeignetes 4×4-Fahrzeug
  • Dauer: Wir hatten 10 volle Reisetage auf Island. Das reicht, wenn du gerne viel erlebst und frühe Starts nicht scheust. 12 Tage wären für dieselbe Route jedoch entspannter
  • Kosten: Unsere Gesamtkosten lagen bei 5.370 € für 2 Personen für Flug, Mietwagen, Unterkünfte, Essen, Sprit, Parkgebühren vor Ort und Ausflüge
  • Top Highlights: Glymur Wasserfall, Goðafoss, Stuðlagil Canyon, Vestrahorn, Fjallsárlón Gletscherlagune, Múlagljúfur Canyon, Dyrhólaey, Kvernufoss, Landmannalaugar, Kerlingarfjöll und Brúarfoss
  • Nicht jedes bekannte Highlight hat uns überzeugt: Lake Mývatn, Diamond Beach im Juli, Svartifoss und der komplette Golden Circle waren für uns nicht die stärksten Momente der Reise
  • Mein wichtigster Tipp: Plane nicht nur die bekannten Spots ein. Viele unserer schönsten Island-Momente hatten wir dort, wo weniger Reisegruppen unterwegs waren

🗺️ Unsere Island-Karte mit allen Stopps

In meiner Islandkarte findest du alle Orte, die wir auf unserer Rundreise besucht haben oder die ich für eine ähnliche Route empfehlen würde.

Gelbe Markierungen: Meine persönlichen Highlights

Die gelb markierten Highlights würde ich dir dringend empfehlen. Das sind die Stopps, die für mich rückblickend wirklich herausgestochen haben und die ich bei einer 10-tägigen Island Rundreise möglichst nicht streichen würde.

Optionale Stopps flexibel einplanen

Die meisten anderen Stopps in der Karte, zum Beispiel weitere Wasserfälle, Aussichtspunkte, kurze Spaziergänge oder kleinere Sehenswürdigkeiten, sind ebenfalls schön. Du kannst sie aber deutlich flexibler behandeln und je nach Zeit, Wetter, Energie und Interesse einbauen oder auch weglassen. Gerade auf Island ist es wichtig, nicht jeden einzelnen Punkt erzwingen zu wollen. Manchmal lohnt es sich mehr, an einem besonderen Ort länger zu bleiben, statt noch drei weitere kurze Stopps abzuhaken.

Praktische Planungspunkte in der Karte

Zusätzlich habe ich in der Karte auch unsere Übernachtungsorte, Thermalbäder und heißen Quellen, größere Supermärkte zum Vorräte auffüllen sowie praktische Parkplätze für bestimmte Sehenswürdigkeiten markiert. Das macht die Karte nicht nur für die Inspiration hilfreich, sondern auch für die konkrete Tagesplanung unterwegs.

Falls die Karte bei dir nicht direkt lädt, öffne sie am besten im Vollbildmodus. Für die konkrete Navigation würde ich immer Google Maps oder eine Offline-Karten-App nutzen. Praktisch ist, dass du mit einem EU-Mobilfunktarif in Island in der Regel ohne zusätzliche Roaming-Kosten mobiles Internet nutzen kannst. Für Schweizer gilt das entsprechend nicht.

Tipp: Wenn du die Karte später schnell wiederfinden möchtest, kannst du sie über den Stern in Google Maps speichern.

🤔 Ist eine Island Rundreise in 10 Tagen sinnvoll?

Kurz gesagt: Ja, aber mit sportlichem Tempo

Eine Island Rundreise in 10 Tagen ist sinnvoll, wenn du möglichst viele unterschiedliche Landschaften sehen möchtest und bereit bist, einige lange Fahrtage in Kauf zu nehmen. Die Ringstraße selbst ist zwar gut machbar, aber die eigentlichen Highlights liegen oft nicht direkt an der Straße. Außerdem kommen bei einer interessanten Route schnell Abstecher zur Snæfellsnes Halbinsel, zu Gletscherlagunen, Canyons, Wasserfällen oder ins Hochland dazu.

Warum es bei uns funktioniert hat

Für uns haben die 10 vollen Reisetage (Anreisetag und Rückreisetag waren jeweils angebrochen) funktioniert, weil wir im Juli unterwegs waren, sehr viel Tageslicht hatten und mit dem Wetter großes Glück hatten. Es hat nur an wenigen Tagen kurz geregnet, wodurch wir unsere geplanten Wanderungen und Ausflüge fast ohne Einschränkung machen konnten.

Warum 12 Tage entspannter wären

Trotzdem würde ich ganz ehrlich sagen: Für genau diese Route wären 12 Tage besser gewesen. Dann hast du mehr Puffer für schlechtes Wetter, kannst einzelne Orte länger genießen und musst nicht jeden Tag so viel Strecke machen. Mit 14 Tagen könntest du die Route außerdem noch entspannter fahren und weitere Stopps abseits der bekannten Touristenpfade einbauen.

Bei weniger als 10 Tagen lieber nicht komplett umrunden

Wenn du weniger als 10 Tage Zeit hast, würde ich dagegen keine komplette Umrundung der Insel planen. Dafür sind die Strecken einfach zu lang und du würdest zu viel Zeit im Auto verbringen. In diesem Fall würde ich mich lieber auf den Süden und Osten Islands konzentrieren und dort ausgewählte Highlights intensiver erleben.

Wann 10 Tage für Island gut passen

10 Tage passen gut, wenn du:

  • zum ersten Mal nach Island reist und einen umfassenden Eindruck bekommen möchtest
  • gerne Roadtrips machst
  • kein Problem mit mehreren längeren Fahrtagen hast
  • früh starten kannst
  • viel Natur sehen möchtest
  • Unterkünfte vorbuchst
  • im Sommer unterwegs bist

Wann du lieber mehr Zeit einplanen solltest

Mehr als 10 Tage würde ich empfehlen, wenn du:

  • langsam reisen möchtest
  • mehrere längere Wanderungen einbauen willst
  • bei schlechtem Wetter flexibel bleiben möchtest
  • mit Kindern reist
  • sowohl Landmannalaugar als auch Kerlingarfjöll entspannt besuchen willst
  • zusätzlich die Westfjorde oder mehr von Snæfellsnes sehen möchtest
👍 Unsere Island Rundreise Must-haves

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🛍️ Techniktasche* für praktisches Organisieren

🚗 Unsere Route für 10 Tage Island mit Mietwagen

Ringstraße im Uhrzeigersinn

Unsere Route verlief im Uhrzeigersinn entlang der Ringstraße (Route 1). Das heißt, wir sind nach Reykjavík zuerst in Richtung Westen und Norden gefahren und haben die sehr beliebte Südküste erst später erreicht. Das hatte für uns einen Vorteil: Die Reise startete direkt etwas ruhiger mit wilder Landschaft, während die touristischeren Highlights im Süden erst am Ende kamen.

Kleiner Hinweis: „Foss“ bedeutet auf Isländisch Wasserfall. Goðafoss, Dettifoss, Skógafoss oder Brúarfoss sind also Wasserfälle.

Tag
RouteÜbernachtungMeine Highlights
1Keflavík → ReykjavíkReykjavíkHallgrimskirche, Regenbogenstraße
2
Reykjavík → Glymur → Grábrók → KirkjufellGrundarfjörðurGlymur Wanderung, Kirkjufell zur Mitternachtssonne
3
Grundarfjörður → Akureyri → Goðafoss → LaugarLaugarFahrt in den Norden, Akureyri, Goðafoss
4
Laugar → Húsavík → Dettifoss → Hverarönd → RjúkandiSkjöldólfsstaðirWhale Watching, Dettifoss Ostseite
5
Skjöldólfsstaðir → Stuðlagil Canyon → Seyðisfjörður → HöfnHöfnStuðlagil Canyon, Seyðisfjarðarkirkja
6
Höfn → Stokksnes → Jökulsárlón → Fjallsárlón → Múlagljúfur → FjaðrárgljúfurKirkjubæjarklausturVestrahorn, Fjallsárlón, Múlagljúfur Canyon
7
Kirkjubæjarklaustur → Gletscherwanderung → Vík → Dyrhólaey → ReynisfjaraVíkFalljökull Gletscherwanderung, Dyrhólaey, Puffins
8
Vík → Skógafoss → Kvernufoss → Seljalandsfoss → Gljúfrabúi → HellaHellaSkógafoss, Kvernufoss, Gljúfrabúi
9
Hella → Landmannalaugar → Háifoss → HellaHellaHochland Wanderung, heiße Quelle, Háifoss
10
Hella → Kerlingarfjöll/Hveradalir → ReykholtReykholtHveradalir Geothermalgebiet, wilde Landschaft
11
Reykholt → Golden Circle → Keflavík FlughafenRückflugGullfoss, Brúarfoss

Wichtig: Wir waren insgesamt 10 Nächte auf Island. Da der erste Tag durch die Ankunft und der letzte Tag durch die Rückfahrt zum Flughafen nur angebrochen waren, kamen wir insgesamt auf ungefähr 10 volle Reisetage. Wenn du diese Route entspannter fahren möchtest, würde ich sie auf 12 Tage ausdehnen.

🏙️ Tag 1: Ankunft in Island und Spaziergang durch Reykjavík

Nach der Landung in Keflavík haben wir unseren Mietwagen abgeholt, Basics eingekauft und sind anschließend nach Reykjavík gefahren. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt haben uns ca. 2 bis 3 Stunden gereicht.

Reykjavík ist ein nettes kleines Städtchen, aber für uns lagen die echten Island-Highlights eindeutig in der Natur. Deshalb fanden wir eine Nacht in Reykjavík völlig ausreichend. Mehr als zwei Nächte würde ich persönlich nur einplanen, wenn du bewusst mehr Attraktionen in der Stadt besuchen möchtest.

Was du in Reykjavík gut zu Fuß sehen kannst

  • Hallgrimskirche: Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Die Aussicht vom Turm ist schön, allerdings fanden wir den Eintritt von ca. 10 € für das Gebotene relativ hoch.
  • Harpa Konzerthaus: Moderne Architektur direkt am Wasser, perfekt für einen kurzen Fotostopp.
  • Skólavörðustígur mit Regenbogenweg: Eine schöne Einkaufsstraße und eines der bekanntesten Fotomotive in Reykjavík.
  • Innenstadt: Klein, übersichtlich und gut zu Fuß machbar.

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du außerdem FlyOver Iceland, die Lava Show oder eine Free Walking Tour durch Reykjavík einbauen. Gerade eine geführte Tour kann sinnvoll sein, wenn du mehr zur Geschichte und Kultur erfahren möchtest.

Unser Fazit zu Reykjavík

Reykjavík ist angenehm für den Start oder das Ende der Reise. Wenn du aber nur 10 Tage auf Island hast, würde ich nicht zu viel Zeit in der Stadt verbringen. Island lebt von seinen Landschaften, Wasserfällen, Gletschern und Canyons.

🏨 Schlichtes Hostel in Reykjavík für die erste Nacht

🥾 Tag 2: Glymur Wasserfall, Grábrók und Kirkjufell auf Snæfellsnes

Am zweiten Tag ging es für uns direkt in die Natur. Unser erstes großes Highlight war die Wanderung zum Glymur Wasserfall. Danach machten wir noch einen Stopp am Grábrók Vulkan und fuhren weiter Richtung Snæfellsnes Halbinsel.

Glymur Wasserfall: Einer unserer schönsten Starts in die Reise

Die Wanderung zum Glymur Wasserfall war unsere erste richtige Wanderung in der isländischen Wildnis und direkt eines meiner Highlights der Reise. Der Weg ist mit ca. 5 Kilometern hin und zurück relativ kurz, trotzdem bekommst du wunderschöne Ausblicke auf den Canyon und den Wasserfall.

Was mir besonders gefallen hat: Es war deutlich weniger los als an vielen bekannten Stopps im Süden. Dadurch fühlte sich die Wanderung direkt viel ursprünglicher und besonderer an.

Mein Tipp: Wenn du gerne wanderst und nicht nur die typischen Busparkplatz-Highlights sehen möchtest, solltest du den Glymur Wasserfall unbedingt einplanen.

Grábrók Vulkan: Nett, aber kein Muss

Der Grábrók Krater ist ein netter Zwischenstopp, wenn du ohnehin vorbeikommst. Du kannst kurz hinauflaufen und hast eine schöne Aussicht über die Umgebung. Wenn du aber wenig Zeit hast, würde ich ihn nicht als Pflichtstopp sehen.

Kirkjufell und Kirkjufellsfoss zur Mitternachtssonne

Am Abend ging es weiter zum Kirkjufellsfoss mit Blick auf den berühmten Kirkjufell Berg. Dieses Motiv ist kein Geheimtipp, aber trotzdem wunderschön. Wir waren zur Mitternachtssonne dort, was dem Ort eine ganz besondere Stimmung gegeben hat.

Es war kalt, aber das Licht war traumhaft. Genau für solche Momente wollte ich unbedingt im Sommer nach Island reisen.

🏴 Von Reykjavik aus: Geführte Ganztagestour zur Snæfellsnes-Halbinsel

Würde ich die komplette Snæfellsnes Halbinsel empfehlen?

Ehrlich gesagt nur eingeschränkt. Kirkjufell und Kirkjufellsfoss haben uns sehr gut gefallen, auch der kleine Selvallafoss war ein schöner Stopp. Die komplette Rundfahrt über die Halbinsel würde ich bei nur 10 Tagen aber nicht zwingend empfehlen.

Wenn du wenig Zeit hast, konzentriere dich lieber auf Kirkjufell, Kirkjufellsfoss und einzelne Stopps auf dem Weg. Die südlichen Klippen und der Saxhóll Krater waren für uns nicht so beeindruckend.

🏨 Unterkunft mit top Lage nahe Kirkjufell und Grundarfjörður

🌊 Tag 3: Fahrt in den Norden, Akureyri und Goðafoss

Der dritte Tag war ein langer Fahrtag vom Westen in den Norden. Einige Streckenabschnitte waren nicht gut ausgebaut und die Fahrt zog sich. Trotzdem war genau diese Strecke landschaftlich wunderschön. Es war einsam, weit, wild und sehr typisch für das Island-Gefühl, das ich mir vorher erhofft hatte.

Akureyri als kurzer Zwischenstopp

Akureyri ist ein nettes kleines Städtchen im Norden Islands. Für einen Spaziergang reicht ungefähr eine Stunde, wenn du nicht viel zusätzlich einplanst. Es ist ein guter Ort für eine Pause, zum Einkaufen oder für einen Kaffee.

Optional kannst du in der Nähe auch die Forest Lagoon besuchen. Wir hatten sie als Möglichkeit auf dem Plan, haben sie aber nicht fest eingebaut.

Goðafoss: Einer der schönsten Wasserfälle unserer Reise

Der Goðafoss hat mich richtig begeistert. Für mich war er einer der schönsten Wasserfälle auf Island. Die breite Form und die Wassermassen haben mich ein bisschen an die Niagara-Fälle erinnert, nur in kleiner und isländischer.

Besonders schön fand ich, dass man auch nach unten ans Flussbett gehen kann. Dadurch wirkt der Wasserfall noch einmal ganz anders als nur vom oberen Aussichtspunkt.

Mein Fazit: Goðafoss ist für mich ein klarer Pflichtstopp auf einer Island Rundreise.

🏨 Gemütliche Unterkunft im Norden Islands nahe dem Goðafoss 

🐋 Tag 4: Whale Watching in Húsavík, Dettifoss und Hverarönd

Am vierten Tag stand früh morgens Whale Watching in Húsavík auf dem Plan. Danach ging es weiter zum Dettifoss, zum Hverarönd Geothermalgebiet, am Mývatn vorbei und schließlich Richtung Osten.

Whale Watching in Húsavík

Húsavík ist ein süßer kleiner Ort und gilt als einer der bekanntesten Orte für Whale Watching auf Island. Wir haben unsere Tour mit Gentle Giants gemacht. Die Tour war informativ, gut organisiert und das Wetter hat zum Glück perfekt mitgespielt.

Wir haben Wale und auch Puffins gesehen, allerdings nur aus einiger Entfernung. Rückblickend würde ich eher eine Tour mit einem kleineren Schnellboot wählen. Diese Boote waren deutlich schneller und kamen näher an die Wale heran. Ja, das ist teurer, aber die Chancen auf intensivere Sichtungen sind meiner Einschätzung nach besser.

🏴 Traditionelle Whale Watching Tour in Húsavík
🏴 Whale Watching Tour mit dem Schnellboot

Dettifoss über die Ostseite

Danach sind wir zum Dettifoss gefahren. Wir haben uns für die Ostseite entschieden, weil man dort näher am Wasserfall sein soll. Für uns war das eine gute Entscheidung, auch wenn die Straße dorthin etwas holpriger war. Wichtig ist aber: Die Zufahrtsstraße zur Ostseite ist nicht immer geöffnet. Prüfe deshalb vorab unbedingt die aktuellen Straßenbedingungen und plane bei Bedarf die Westseite als Alternative ein.

Die Wassermassen des Dettifoss sind wirklich beeindruckend. Das Wasser war bei unserem Besuch nicht so schön blau wie am Goðafoss, dafür spürt man dort die rohe Kraft der Natur noch viel stärker. Auf dem Weg hatten wir außerdem einen schönen Blick auf den Hafragilsfoss.

Hverarönd und Lake Mývatn

Das Hverarönd Geothermalgebiet ist interessant für einen kurzen Stopp. Es blubbert in der Erde, dampft und riecht sehr intensiv nach Schwefel. Den Geruch selbst fand ich schon etwas anstrengend.

Lake Mývatn hat uns eher enttäuscht. Viele führen die Gegend als großes Highlight auf, aber aus unserer Perspektive war der See selbst nicht besonders beeindruckend. Vielleicht wirkt er aus der Luft oder bei bestimmten Lichtverhältnissen schöner. Für uns war er kein Ort, den man bei wenig Zeit unbedingt gesehen haben muss.

Rjúkandi Wasserfall

Auf dem Weg in Richtung Osten lohnt sich ein kurzer Stopp am Rjúkandi Wasserfall. Er liegt fast direkt an der Straße, ist hübsch anzusehen und perfekt für eine kleine Pause.

🏨 Top ausgestattete und sehr gepflegte Unterkunft nahe Stuðlagil Canyon (Mein Geheimtipp 😉)

🏞️ Tag 5: Stuðlagil Canyon, Seyðisfjörður und Fahrt nach Höfn

Der fünfte Tag beinhaltete mit dem Stuðlagil Canyon eines meiner absoluten Island-Highlights. Danach ging es weiter nach Seyðisfjörður und anschließend bis nach Höfn, wo wir übernachtet haben. Stokksnes und den Vestrahorn haben wir nicht mehr an diesem Tag besucht, sondern erst am frühen Morgen von Tag 6.

Stuðlagil Canyon: Basaltsäulen und türkisblaues Wasser

Der Stuðlagil Canyon war eines meiner größten Highlights auf Island. Die Basaltsäulen, das türkisfarbene Wasser und die besondere Stimmung haben mich wirklich umgehauen. Ich denke heute noch regelmäßig daran zurück, wie schön dieser Ort war.

Wir sind früh morgens los, bevor der große Andrang begann. Das war eine sehr gute Entscheidung. Praktisch war auch, dass wir in der Nähe übernachtet hatten und dadurch schnell am Canyon waren.

Wichtig zu wissen: Vom Parkplatz auf der Ostseite gehst du noch ca. 20 bis 30 Minuten bis zum Canyon. Der Weg ist einfach, aber du solltest die Zeit einplanen. Dafür kannst du von dieser Seite direkt in den Canyon gehen. Auf der anderen Seite gibt es eher eine Aussichtsplattform, wo auch viele Busgruppen ankommen.

Mein Tipp: Fahre zur Ostseite, starte früh und nimm dir Zeit. Bei gutem Wetter ist dieser Ort magisch. Wenn das Wasser nach viel Regen braun ist, kann der Canyon allerdings weniger spektakulär wirken.

Seyðisfjörður und Seyðisfjarðarkirkja

Seyðisfjörður ist ein kleines Örtchen an der Ostküste mit einer hübschen Kirche und einem Regenbogenweg. Es ist ein schönes Fotomotiv und der Ort ist nett für einen kurzen Spaziergang.

Ob sich der Abstecher bei nur 10 Tagen wirklich lohnt, hängt von deiner Route ab. Wenn du ohnehin in der Nähe bist und genug Zeit hast, kannst du ihn einbauen. Bei Zeitdruck würde ich ihn eher streichen.

Übernachten in Höfn

Höfn ist als Übernachtungsort praktisch, weil die Lage auf der Route gut ist und du von dort am nächsten Morgen gut nach Stokksnes fahren kannst. Der Ort selbst hat uns aber nicht besonders beeindruckt und die Unterkünfte waren ziemlich teuer. Wenn deine Route es anders zulässt, kannst du überlegen, nicht direkt in Höfn zu übernachten. Wenn es sich zeitlich aber anbietet, ist Höfn für eine Nacht vollkommen okay.

🏨 Unterkunft in Höfn nahe Stokksnes und Gletscherlagunen

🧊 Tag 6: Stokksnes, Jökulsárlón, Fjallsárlón und Múlagljúfur Canyon

Der sechste Tag begann für uns früh morgens in Stokksnes mit Blick auf den Vestrahorn. Danach führte uns die Route weiter zu den bekannten Gletscherlagunen und zu einem Canyon, der für uns viel beeindruckender war als einige der berühmteren Stopps.

Stokksnes und Vestrahorn: Magische Stimmung am schwarzen Strand

Stokksnes mit Blick auf den Vestrahorn war für mich eines der absoluten Highlights unserer Island Rundreise. Der Ort ist weitläufig, rau und nicht so überlaufen wie viele Spots im Süden.

Um auf das Gelände zu fahren, kaufst du zuerst ein Ticket im Viking Café. Im Ticket ist auch der Besuch des Viking Village enthalten, durch das man kurz spazieren kann.

Als wir am frühen Morgen ankamen, war der Vestrahorn zunächst komplett in Wolken und Nebel versteckt. Wir haben am langen schwarzen Sandstrand gewartet und irgendwann lichtete sich der Berg. Dieser Moment war wunderschön. Die Stimmung war mystisch, ruhig und einfach besonders.

Jökulsárlón Gletscherlagune

Die Jökulsárlón Gletscherlagune ist beeindruckend, keine Frage. Die Eismassen sind gewaltig und der Blick auf die Lagune ist prächtig. Gleichzeitig ist der Ort sehr touristisch. Es gibt Food Trucks, Toiletten und entsprechend viele Menschen.

Du kannst dort auch eine Bootstour machen. Für uns hat ein Spaziergang entlang der Lagune gereicht. Wenn du noch nie so eine Gletscherlandschaft gesehen hast, ist Jökulsárlón trotz allem ein spannender Stopp.

🏴 Kajaktour auf der Gletscherlagune Jökulsárlón

Diamond Beach: Im Juli für uns eher enttäuschend

Der Diamond Beach hat uns nicht gerade umgehauen. Bei unserem Besuch lagen zwar Eisbrocken am Strand, aber die Magie, die man von Bildern kennt, kam für uns nicht so richtig auf. Das kann im Winter oder bei anderen Bedingungen ganz anders sein. Im Juli waren viele Eisstücke vermutlich schon geschmolzen.

Wenn du ohnehin an der Jökulsárlón Lagune bist, kannst du natürlich kurz hinübergehen. Extra viel Zeit würde ich dafür aber nicht einplanen.

Fjallsárlón: Ruhiger und für uns schöner

Die Fjallsárlón Gletscherlagune liegt nur wenige Minuten von Jökulsárlón entfernt und war für uns deutlich angenehmer. Es war viel weniger los, die Sicht auf den Gletscher war wunderschön und wir konnten die Stimmung in Ruhe genießen.

Für mich ist Fjallsárlón ein toller Tipp, wenn du eine Gletscherlagune sehen möchtest, aber keine Lust auf den ganz großen Trubel hast.

Múlagljúfur Canyon: Ein absolutes Wanderhighlight

Nur wenige Kilometer von Fjallsárlón entfernt liegt der Múlagljúfur Canyon. Für mich war das eines der schönsten Naturerlebnisse der gesamten Reise.

Die Wanderung ist mit ca. 6 Kilometern hin und zurück relativ kurz, dauert je nach Tempo aber ungefähr 2 bis 3 Stunden. Es geht etwas bergauf und der Weg ist nicht komplett mühelos, aber auch nicht außergewöhnlich schwierig.

Die Aussicht ist spektakulär. Genau solche Orte liebe ich auf Reisen, weil man sich den Ausblick ein bisschen erarbeiten muss. Dadurch ist meist auch weniger los als an den Stopps direkt neben der Straße.

Mein Fazit: Wenn du gerne wanderst, solltest du den Múlagljúfur Canyon unbedingt einbauen. Ich fand ihn deutlich beeindruckender als den bekannteren Fjaðrárgljúfur Canyon.

Svartifoss im Skaftafell Nationalpark

Der Svartifoss ist ein beliebter Wasserfall mit Basaltsäulen. Vom Parkplatz wandert man etwa 1,5 Stunden hin und zurück. Nach einem langen Tag fanden wir die Wanderung schon etwas anstrengend.

Der Wasserfall ist schön, aber wenn du vorher schon viele Basaltsäulen und Wasserfälle gesehen hast, ist er vielleicht kein absolutes Muss. Die Anlage im Nationalpark wirkt außerdem stärker touristisch erschlossen als viele wildere Orte auf Island.

Fjaðrárgljúfur Canyon

Der Fjaðrárgljúfur Canyon ist populär, gut erreichbar und bietet schöne Aussichten. Es geht ein bisschen bergauf, aber ich würde es eher als Spaziergang mit Steigung bezeichnen und nicht als richtige Wanderung.

Der Canyon ist schön, allerdings auch deutlich bekannter und somit voller. Wenn du nur einen Canyon in der Region mit Wanderung einbauen möchtest, würde ich persönlich Múlagljúfur bevorzugen.

🏨 Unterkunft an der Südküste nahe dem Fjaðrárgljúfur Canyon

🥶 Tag 7: Gletscherwanderung, Dyrhólaey und Reynisfjara

Am siebten Tag stand eines der besonderen Erlebnisse unserer Island Rundreise an: eine Gletscherwanderung. Danach ging es weiter Richtung Vík, Dyrhólaey und Reynisfjara.

Falljökull Gletscherwanderung

Wir haben eine ca. 3-stündige Gletscherwanderung mit Local Guide gemacht, die wir erst einen Tag vorher gebucht hatten. Die Tour um 9 Uhr am frühen Morgen würde ich ausdrücklich empfehlen. Als wir gegen 11 Uhr wieder vom Gletscher herunterkamen, kamen uns bereits viele Gruppen entgegen. Dadurch ging ein bisschen von der ruhigen Atmosphäre verloren.

Die Tour war sehr informativ, gut geführt und absolut anfängertauglich. Du bekommst die notwendige Ausrüstung, es wird alles erklärt und man fühlt sich gut aufgehoben. Für mich war das ein besonderes Erlebnis, weil man Island noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erlebt.

Mein Tipp: Buche eine frühe Tour, wenn du kannst. Dann ist weniger los und die Stimmung auf dem Gletscher ist schöner.

🏴 Wanderung auf dem Vatnajökull-Gletscher in Kleingruppe
🏴 Gletscher XTreme: Wanderung & Eisklettern-Abenteuer

Svínafellsjökull Aussichtspunkt

Der Svínafellsjökull Aussichtspunkt ist schnell erreichbar, hat uns aber nicht so sehr beeindruckt wie die vorherigen Gletscherlagunen oder die Gletscherwanderung. Wenn du wenig Zeit hast, kannst du diesen Stopp auslassen.

Dyrhólaey: Viel schöner als erwartet

Dyrhólaey hatte ich vor der Reise gar nicht so stark auf dem Schirm, aber der Ort war fantastisch. Der Blick auf die wilde Südküste, den schwarzen Sand und die grünen Berge war atemberaubend.

Außerdem hatten wir das Glück, Puffins aus nächster Nähe zu sehen. Ich hatte mir im Vorhinein sehr gewünscht, die süßen Papageientaucher auf Island zu sehen, und hier standen die Chancen gut. Für mich war das einer der emotional schönsten Momente der Reise.

Reynisfjara: Schön, aber gefährlich

Reynisfjara ist einer der bekanntesten schwarzen Strände Islands. Die Basaltsäulen sind ein tolles Fotomotiv und die Landschaft ist eindrucksvoll. Gleichzeitig ist der Strand gefährlich. Die Wellen können unberechenbar sein und es gab dort bereits tödliche Unfälle.

Halte dich unbedingt an die Warnhinweise vor Ort, bleibe weit genug vom Wasser entfernt und drehe dem Meer niemals den Rücken zu. Gerade bei Reynisfjara ist es wichtig, nicht nur an das Foto zu denken, sondern die Natur ernst zu nehmen.

Lava Show in Vík

Die Lava Show kann man sich in Vík oder Reykjavík ansehen. Wir fanden sie besonders als Schlechtwetterprogramm sehr empfehlenswert. Es ist spannend und informativ, echte flüssige Lava zu sehen. Für uns war die Show das Geld wert.

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🏨 Top Unterkunft in Vík für Dyrhólaey, Reynisfjara und die Südküste

💦 Tag 8: Skógafoss, Kvernufoss, Seljalandsfoss und Gljúfrabúi

Der achte Tag stand ganz im Zeichen der bekannten Wasserfälle an der Südküste. Viele davon sind sehr touristisch, aber einige haben uns trotzdem richtig gut gefallen.

Skógafoss: Bekannt, aber zurecht

Der Skógafoss gehört zu den meistbesuchten Wasserfällen auf Island. Und ja, er ist beeindruckend. Noch schöner fand ich allerdings den Blick von oben.

Rechts neben dem Wasserfall führt eine Treppe hinauf. Der Aufstieg lohnt sich, weil du oben nicht nur einen tollen Blick auf den Wasserfall bekommst, sondern dem Weg noch weiter folgen kannst. Je weiter du gehst, desto mehr lichtet sich die Menschenmenge und du findest weitere Wasserfälle und ruhigere Plätze.

Kvernufoss: Einer meiner liebsten Wasserfälle

Der Kvernufoss liegt ganz in der Nähe des Skógafoss, ist aber deutlich weniger besucht. Genau deshalb hat er uns so gut gefallen. Der Wasserfall liegt schön eingebettet in der Natur und du kannst sogar hinter ihn gehen.

Für mich war der Kvernufoss einer der schönsten Wasserfälle unserer Island Rundreise. Wenn du am Skógafoss bist, solltest du ihn auf keinen Fall auslassen.

Sólheimasandur Flugzeugwrack

Das Sólheimasandur Flugzeugwrack hatten wir optional auf dem Plan, haben uns am Ende aber dagegen entschieden. Der Weg dorthin wirkte auf uns eher lang und wenig spannend, und der Ort erschien uns hauptsächlich wie ein Fotospot. Bei nur 10 Tagen auf Island würde ich die Zeit lieber für Naturhighlights nutzen.

Seljalandsfoss

Der Seljalandsfoss ist ebenfalls sehr populär und entsprechend voll. Der große Parkplatz, viele Reisebusse und die Menschenmengen haben uns etwas gestört. Trotzdem ist es natürlich schön, dass man hinter den Wasserfall laufen kann.

Wichtig: Du wirst dabei sehr nass und der Boden kann rutschig sein. Regenjacke und feste Schuhe sind hier sinnvoll.

Gljúfrabúi: Direkt daneben und für uns beeindruckender

Nur wenige Meter vom Seljalandsfoss entfernt liegt der Gljúfrabúi. Dieser Wasserfall versteckt sich hinter einer Felsspalte und hat uns deutlich besser gefallen als der Seljalandsfoss selbst.

Nicht alle Besucher laufen bis dorthin, obwohl er so nah liegt. Für uns war Gljúfrabúi ein richtig cooler Stopp und definitiv einer der Wasserfälle, die ich nicht verpassen würde.

🏴 Geführte Tour ab Reykjavík: Wasserfälle, schwarzer Sand und Gletscher an der Südküste

🏨 Sehr schöne und gut ausgestattete Unterkunft in Hella als Basis für Landmannalaugar

🌈 Tag 9: Landmannalaugar und Háifoss

Landmannalaugar war für mich eine der beeindruckendsten Landschaften, die ich jemals sehen und erleben durfte. Ich hatte vorher viele Bilder gesehen, aber vor Ort war es noch viel schöner, als ich erwartet hatte.

Anfahrt nach Landmannalaugar

Wir sind auf dem Hinweg über die F225 gefahren. Vorher solltest du unbedingt prüfen, ob die Straße geöffnet ist und ob dein Mietwagen für diese Strecke erlaubt und geeignet ist.

Auf der Strecke gab es mehrere Furten. Die Flussdurchquerungen waren für uns eine Premiere und entsprechend ziemlich aufregend. Wir hatten einen Suzuki Jimny 4×4 und haben uns an die Hinweise gehalten, die wir unterwegs von zwei Isländern bekommen haben: langsam fahren, möglichst an den Fähnchen orientieren und nah an ihnen fahren sowie die Flussrichtung beachten.

Die tiefste Furt wartete direkt vor dem großen Parkplatz in Landmannalaugar. Wenn du unsicher bist, kannst du am Parkplatz vor der Furt stehen bleiben und über die Fußgängerbrücke weiterlaufen.

Wichtig: F-Straßen sind keine normalen Straßen. Bedingungen können sich schnell ändern, Flüsse können tiefer werden und Schäden bei Flussdurchfahrten sind ein echtes Risiko. Prüfe deshalb vorab immer die aktuellen Straßenbedingungen und fahre nur, wenn du dich sicher fühlst.

Parken in Landmannalaugar

Für Landmannalaugar gibt es in der Sommersaison ein Reservierungssystem für Parkplätze, wenn du tagsüber mit einem privaten Auto oder Mietwagen ankommst. Prüfe unbedingt vor deiner Reise, ob und wann du einen Parkplatz reservieren musst. Gerade in der Hauptsaison solltest du das nicht spontan dem Zufall überlassen.

Unsere Wanderung in Landmannalaugar

Wir haben eine größere Runde von ca. 10 Kilometern gemacht und dafür ungefähr 5 Stunden gebraucht. Die Wanderung war anstrengender, als es vorher auf Komoot wirkte. Einige Untergründe waren schwieriger zu begehen, aber insgesamt war die Tour machbar und ungefährlich.

Die Landschaft war einfach atemberaubend. Die Ausblicke wurden während der Wanderung immer besser, was ich kaum glauben konnte. Wenn du halbwegs fit bist, würde ich eine größere Runde sehr empfehlen. Bei kleineren Runden bekommst du zwar einen Eindruck, aber meiner Meinung nach verpasst du zu viel.

Heiße Quelle in Landmannalaugar

Nach der Wanderung sind wir noch in die heiße Quelle vor Ort gegangen. An der Luft waren es ungefähr 10 Grad, und trotzdem saßen wir mitten in der Natur im warmen Wasser. Das war eine dieser Erfahrungen, die sich typisch isländisch angefühlt haben und an die ich super gerne zurückdenke.

🏴 Du hast keinen F-Straßen-tauglichen Wagen? Dann ist eine geführte Tour inklusive Transfer nach Landmannalaugar eine gute Option.

Háifoss auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zum Háifoss gemacht. Der Blick auf den Wasserfall und die Landschaft ist wunderschön. Für uns hat sich der zusätzliche Weg gelohnt, auch wenn der Tag dadurch noch länger wurde.

🏨 Sehr schöne Unterkunft in Hella als Basis für das Hochland

⛰️ Tag 10: Kerlingarfjöll und Hveradalir

Für Kerlingarfjöll und Hveradalir im Hochland haben wir uns bewusst einen ganzen Tag Zeit genommen. Das war auch sinnvoll, denn die Anfahrt ist holprig und zeitintensiv. Außerdem solltest du vorher unbedingt prüfen, ob die Straße geöffnet ist.

Wir sind früh gestartet, hatten morgens aber noch wenig Sicht. Während der Wanderung klarte es zum Glück auf. Die Landschaft war beeindruckend, aber unsere gewählte Tour war wieder deutlich beschwerlicher, als sie auf dem Handy wirkte. Wir mussten kleine Bachläufe und Schneefelder überwinden, und an einer Stelle ging es durch eiskaltes, kniehohes Wasser.

Mein Fazit: Kerlingarfjöll ist landschaftlich sehr beeindruckend, aber ich würde dort eher eine kürzere Wanderung im Hauptbereich machen. Für eine Island Rundreise mit 10 vollen Reisetagen ist der Ausflug machbar, aber sehr ambitioniert. Wenn du es entspannter möchtest, würde ich entweder einen zusätzlichen Tag einplanen oder Kerlingarfjöll zugunsten von Landmannalaugar streichen.

🏴 Von Reykjavik aus: Kerlingarfjöll Wandertagstour

🏨 Unterkunft im Golden Circle Gebiet

🌋 Tag 11: Golden Circle und abends Rückfahrt zum Flughafen

Nach dem vollen Hochlandtag in Kerlingarfjöll haben wir am nächsten Tag die klassischen Golden-Circle-Stopps besucht und sind abends zurück Richtung Flughafen gefahren.

Der Golden Circle ist die bekannteste Route ab Reykjavík. Für viele ist er der Einstieg in Island. Nach unserer kompletten Rundreise muss ich aber ehrlich sagen: Der Golden Circle war für uns nicht das große Highlight der Reise.

Das liegt nicht daran, dass die Orte nicht schön sind. Es liegt eher daran, dass Island so viele wildere, rauere und beeindruckendere Landschaften zu bieten hat. Wenn du vorher schon im Norden, Osten, Süden und Hochland warst, wirkt der Golden Circle eher wie ein guter Abschluss, aber nicht wie ein Höhepunkt.

Gullfoss

Der Gullfoss ist ein schöner und gut erreichbarer Wasserfall. Allerdings ist er auch sehr touristisch, inklusive großer Infrastruktur und Souvenirshop.

Strokkur Geysir

Der Strokkur ist interessant für einen kurzen Stopp. Man wartet, bis er ausbricht, schaut es sich an und fährt dann weiter. Für uns war es nett, aber kein Highlight.

Brúarfoss

Der Brúarfoss war dagegen ein echtes Highlight auf dem Golden Circle. Das Wasser leuchtet wunderschön blau und vom Parkplatz ist es nur ein kurzer Spaziergang. Wenn du im Golden Circle nur wenige Stopps machen möchtest, würde ich den Brúarfoss auf jeden Fall einplanen.

Thingvellir Nationalpark

Der Thingvellir Nationalpark ist landschaftlich und historisch interessant. Wir haben dort eine kostenlose Führung ab dem Visitor Center mitgemacht, die regelmäßig angeboten wird. Das würde ich sehr empfehlen, weil man dadurch mehr zur Natur und Geschichte des Ortes erfährt.

Allein beim Spazierengehen hätte mich der Nationalpark wahrscheinlich weniger beeindruckt. Mit Erklärungen war der Besuch aber deutlich wertvoller.

Kerið Krater

Der Kerið Krater ist nett für einen kurzen Stopp. Du kannst oben einmal herumgehen und einen Blick in den Krater werfen. Es ist schön, aber kein Muss, wenn du ohnehin wenig Zeit hast.

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🏴 Golden Circle, Krater & Blaue Lagune Minibus Tour

Optional: Raufarhólshellir Lava Tunnel oder Blaue Lagune

Wenn du am letzten Tag noch Zeit hast, kannst du den Lava Tunnel Raufarhólshellir oder die Blaue Lagune einbauen. Ob sich das lohnt, hängt stark von deinem Rückflug und deiner Energie ab. Nach 10 vollen Reisetagen waren wir eher im Modus: langsam Richtung Flughafen, letzte Stopps genießen und nicht mehr zu viel hineinpacken.

🏴 Raufarhólshellir-Lavatunnel: Unterirdische Expedition

💶 Unsere Island Kosten für 10 Tage

Warum du dein Budget realistisch planen solltest

Island ist teuer. Das merkt man bei Unterkünften, Mietwagen, Essen, Benzin, Ausflügen und teilweise auch bei Parkgebühren. Deshalb lohnt es sich, früh zu planen und realistisch zu kalkulieren.

Unsere erfassten Kosten

Unsere erfassten Reisekosten sahen so aus:

KostenpunktKosten
Flug inkl. Koffer943 €
Flughafenparkplatz Frankfurt133 €
Mietwagen Suzuki Jimny 4x41.284 €
Unterkünfte 10 Nächte für 2 Personen1.433 €
Ausflüge516 €
Tanken533 €
Essen / Lebensmittel400 €
Parkgebühren98 €
Shopping30 €

Wichtig zur Einordnung: Wir haben unsere Island-Reise relativ spät gebucht, ungefähr 2 bis 4 Wochen vor Abreise. Dadurch waren viele günstigere Unterkünfte bereits weg. Wenn du früher buchst, hast du deutlich mehr Auswahl und kannst bei den Unterkünften wahrscheinlich noch etwas sparen.

Die Fixkosten, die bereits vor Beginn der Reise fällig waren, beliefen sich somit auf 3.793 € für 2 Personen. Dazu kamen vor Ort noch Verpflegung, Sprit, Parkgebühren und Ausflüge wie das Whale Watching, die Gletscherwanderung und die Lava Show.

Wenn ihr zu zweit reist, könnt ihr die fixen Kosten für den Mietwagen und die Unterkünfte natürlich teilen. Trotzdem bleibt Island ein teures Reiseziel. Besonders beim Sprit und Essen haben wir gemerkt, wie schnell die Kosten steigen.

Unsere Unterkunftskosten im Überblick

OrtNächteUnterkunftKosten
Reykjavík1Hostel B47*125 €
Grundarfjörður1Kirkjufell Guesthouse*126 €
Laugar1Narfastadir Guesthouse*124 €
Skjöldólfsstaðir1Jökla Guesthouse*162 €
Höfn1Guesthouse Hvammur*198 €
Kirkjubæjarklaustur1Klausturhof Guesthouse*172 €
Vík1Guesthouse Carina*152 €
Hella2Loa's Nest Guesthouse*272 €
Reykholt1Húsid Guesthouse*102 €

Spartipps für Island

  • Buche Unterkünfte so früh wie möglich, vor allem im Süden und Südosten.
  • Wähle Unterkünfte mit Küche oder Gemeinschaftsküche.
  • Kaufe Lebensmittel im Supermarkt und bereite einfache Mahlzeiten selbst zu.
  • Plane nicht jeden Abend Restaurantbesuche ein.
  • Prüfe beim Mietwagen, ob du wirklich einen großen 4×4 brauchst.
  • Tanke rechtzeitig, besonders in abgelegenen Regionen.
  • Rechne Parkgebühren an Sehenswürdigkeiten mit ein.
  • Buche teure Ausflüge bewusst.

Wir haben uns oft selbst versorgt. Ramennudeln, Fertiggerichte, Cerealien, Brot und einfache Snacks waren bei uns regelmäßig dabei. Nach langen Tagen hatten wir meistens sowieso keine große Lust, uns noch in ein Restaurant zu setzen. Außerdem spart Selbstversorgung auf Island immens viel Geld.

🚙 Mietwagen für Island: 4×4 oder normaler Wagen?

Die wichtigste Entscheidung hängt vom Hochland ab

Für die reine Ringstraße brauchst du im Sommer nicht zwingend einen 4×4. Viele Abschnitte sind gut ausgebaut und lassen sich mit einem normalen Mietwagen fahren. Sobald du aber ins Hochland möchtest, zum Beispiel nach Landmannalaugar oder Kerlingarfjöll, sieht es anders aus.

Unsere Erfahrung mit dem Suzuki Jimny

Wir hatten einen Suzuki Jimny 4×4 und waren damit sehr zufrieden. Er hat zwar viel Sprit verbraucht, aber auf den holprigen Straßen und bei den Hochlandabstechern fühlten wir uns damit deutlich wohler und hatten nicht das Gefühl, dass etwas beschädigt werden könnte.

Gemietet haben wir direkt bei Star Car Rental. Wir waren mit dem Vermieter sehr zufrieden und können ihn entsprechend uneingeschränkt weiterempfehlen.

Wann ein normaler Mietwagen reicht

Ein normaler Mietwagen kann reichen, wenn du:

  • im Sommer unterwegs bist
  • auf der Ringstraße bleibst
  • keine F-Straßen fahren möchtest
  • keine Flussdurchquerungen planst
  • hauptsächlich klassische Stopps im Süden und Westen besuchst

Wann ich einen 4×4 empfehlen würde

Einen 4×4 würde ich empfehlen, wenn du:

  • Landmannalaugar selbst anfahren möchtest
  • Kerlingarfjöll einplanst
  • F-Straßen fahren willst
  • Schotterstraßen entspannter fahren möchtest
  • mehr Sicherheit bei holprigen Strecken möchtest
  • bewusst abgelegenere Orte einbauen willst

Wichtig ist aber: Nicht jeder 4×4 ist automatisch für jede F-Straße geeignet. Manche Strecken erfordern mehr Bodenfreiheit und Erfahrung. Außerdem solltest du immer prüfen, was dein Vermieter erlaubt und was deine Versicherung abdeckt.

Hochland und F-Straßen: Das solltest du wissen

  • F-Straßen können je nach Wetter und Jahreszeit gesperrt sein.
  • Die Öffnungszeiten ändern sich jedes Jahr.
  • Straßenzustand und Flusspegel können sich schnell verändern.
  • Offroadfahren abseits markierter Straßen ist in Island verboten.
  • Flussdurchquerungen können gefährlich sein.
  • Bei Unsicherheit solltest du umdrehen oder auf andere Fahrzeuge warten.

Für die aktuelle Lage solltest du vor und während der Reise regelmäßig umferdin.is, vedur.is und safetravel.is prüfen.

🧳 Packliste und praktische Tipps für 10 Tage Island

Island ist im Sommer deutlich angenehmer als viele erwarten, aber du solltest dich trotzdem auf wechselhaftes Wetter einstellen. Wir hatten im Juli überraschend viel Sonne und teilweise sehr angenehme Temperaturen. Gleichzeitig kann es schnell kalt, windig oder nass werden.

Kleidung im Zwiebellook

Für den Sommer würde ich unbedingt Kleidung in Schichten einpacken. So kannst du schnell reagieren, wenn es plötzlich kälter, wärmer, windiger oder regnerischer wird.

Sinnvoll sind:

Technik und Roadtrip-Zubehör

Für unseren Roadtrip waren außerdem diese Dinge praktisch:

Essen für unterwegs

Da Essen auf Island sehr teuer ist, würde ich direkt am Anfang einen größeren Einkauf machen. Besonders praktisch sind einfache Gerichte, die schnell zubereitet werden können und satt machen.

Gute Basics sind:

  • Brot und Aufstrich
  • Käse oder vegetarische Alternativen
  • Fertigreis
  • Ramennudeln
  • Müsli oder Cerealien
  • Skyr
  • Obst
  • Snacks und Riegel für Wanderungen
  • Kaffee oder Tee

🌤️ Beste Reisezeit für eine Island Rundreise

Der Sommer ist ideal für das Hochland

Ich würde den Sommer für eine Island Rundreise besonders empfehlen, vor allem wenn du ins Hochland möchtest. Viele Hochlandstraßen sind nur im Sommer geöffnet, und durch die langen Tage kannst du sehr flexibel planen.

Die Mitternachtssonne als großer Vorteil

Wir wollten unbedingt zur Mitternachtssonne nach Island und haben es nicht bereut. Es wurde nie richtig dunkel, wodurch wir auch abends noch viel unternehmen konnten. Gerade bei einer vollen 10-Tage-Route ist das ein großer Vorteil.

Warum der Juli für uns ideal war

  • sehr lange Tage
  • gute Chancen auf offene Hochlandstraßen
  • viele Aktivitäten möglich
  • Mitternachtssonne
  • Puffins an bestimmten Küstenabschnitten
  • vergleichsweise angenehme Temperaturen

Natürlich gibt es keine Wettergarantie. Wir hatten sehr viel Glück mit der Sonne und nur wenig Regen. Wenn das Wetter schlechter gewesen wäre, hätten 10 Tage für diese Route vermutlich nicht so gut funktioniert.

Ende Juni oder Juli?

Ende Juni und Juli finde ich für diese Route besonders sinnvoll. Im August kann es noch voller werden, während im frühen Juni manche Hochlandstraßen möglicherweise noch nicht geöffnet sind. Wenn Landmannalaugar oder Kerlingarfjöll für dich wichtig sind, solltest du die Straßenöffnungen unbedingt im Blick behalten.

Wann der Winter besser passt

Wenn du unbedingt Ice Caves besichtigen oder Nordlichter sehen möchtest, ist der Sommer nicht die passende Reisezeit. Beides ist eher ein Winterthema. Dafür würde ich eine Island-Reise im Winter planen, am besten im Januar oder Februar.

⭐ Unsere schönsten Highlights der Island Rundreise

Nach 10 intensiven Tagen gab es einige Orte, die für mich ganz klar herausgestochen haben.

Glymur Wasserfall

Weniger überlaufen, schöne Wanderung, tolle Canyonblicke und ein perfekter Einstieg in Islands wilde Natur.

Goðafoss

Für mich einer der schönsten Wasserfälle der Reise. Breit, kraftvoll und sehr fotogen.

Stuðlagil Canyon

Außergewöhnliche Basaltsäulen, türkisblaues Wasser und eine ganz besondere Atmosphäre, wenn du früh dort bist.

Stokksnes und Vestrahorn

Magische Stimmung am schwarzen Strand, besonders wenn sich der Berg langsam aus den Wolken zeigt.

Fjallsárlón

Viel ruhiger als Jökulsárlón und für uns eine wunderschöne Alternative mit Blick auf den Gletscher.

Múlagljúfur Canyon

Eine spektakuläre Wanderung mit grandioser Aussicht und deutlich weniger Andrang als an vielen bekannten Spots.

Dyrhólaey

Wunderschöne Aussicht auf die Südküste und mit etwas Glück Puffins aus nächster Nähe.

Kvernufoss

Ein wunderschöner Wasserfall nahe Skógafoss, aber viel ruhiger und atmosphärischer.

Landmannalaugar

Für mich eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse überhaupt. Die Farben, die Weite und die heiße Quelle danach waren einfach besonders.

Kerlingarfjöll und Hveradalir

Eine wilde und außergewöhnliche Hochlandlandschaft, die uns trotz anstrengender Anfahrt und anspruchsvoller Wanderung sehr beeindruckt hat.

Brúarfoss

Der schönste Stopp am Golden Circle für uns, vor allem wegen des leuchtend blauen Wassers.

🧭 Was wir beim nächsten Mal anders machen würden

Auch wenn unsere Reise wunderschön war, würde ich ein paar Dinge beim nächsten Mal anders planen.

Mehr Zeit einplanen

Für diese Route würde ich idealerweise 12 Tage statt 10 Tage einplanen. Dann wären die Fahrtage entspannter und es gäbe mehr Puffer bei schlechtem Wetter.

Mehr Zeit für den Norden und Osten einplanen

Beim nächsten Mal würde ich noch mehr Zeit für den Norden und Osten Islands einplanen. Diese Regionen haben sich für uns landschaftlich besonders wild, weit und ursprünglich angefühlt. Außerdem waren sie deutlich weniger touristisch als viele Stopps an der Südküste.

Gerade der Weg durch den Norden und Osten hat uns gezeigt, wie unterschiedlich Island sein kann. Während im Süden viele bekannte Highlights sehr gut erschlossen und entsprechend voll sind, hatten wir im Norden und Osten öfter dieses Gefühl von Weite, Ruhe und echter Wildnis. Wenn du also nicht nur die klassischen Island-Spots sehen möchtest, würde ich diesen Teil der Route nicht zu knapp planen.

Weniger Zeit für manche bekannten Stopps einplanen

Einige sehr bekannte Orte waren für uns nicht die größten Highlights. Dazu gehören Lake Mývatn, Diamond Beach im Juli, Svartifoss und der Kerið Krater. Sie sind nicht schlecht, aber ich würde sie bei Zeitdruck eher kürzen.

Noch stärker auf Unterkünfte mit Küche achten

Selbstversorgung lohnt sich auf Island enorm. Unterkünfte mit Küche oder Gemeinschaftsküche machen die Reise deutlich entspannter und günstiger.

🧩 Für wen eignet sich diese Island Route?

Diese Route passt gut zu dir, wenn du viel sehen möchtest

Diese Route eignet sich sehr gut für dich, wenn du:

  • zum ersten Mal nach Island reist
  • möglichst viele Landschaften sehen möchtest
  • gerne mit dem Mietwagen unterwegs bist
  • Wasserfälle, Gletscher, Canyons und Hochland liebst
  • mit einem sportlichen Reisetempo klarkommst
  • im Sommer reist
  • nicht nur die klassischen Südküsten-Highlights sehen möchtest

Wann ich die Route anpassen würde

Weniger geeignet ist diese Route, wenn du sehr langsam reisen möchtest, viele Pausentage brauchst oder dich lange Fahrtage stressen. Dann würde ich entweder auf 12 bis 14 Tage verlängern oder dich bei weniger als 10 Tagen lieber auf Süd- und Ostisland konzentrieren, statt die Insel komplett umrunden zu wollen.

❓ FAQ: Häufige Fragen zur Island Rundreise in 10 Tagen

Reichen 10 Tage für eine Island Rundreise?

Ja, 10 Tage reichen für eine Island Rundreise, wenn du gerne aktiv reist und längere Fahrtage ok sind. Für unsere Route wären 12 Tage aber entspannter gewesen.

Braucht man für Island einen 4x4 Mietwagen?

Für die Ringstraße im Sommer brauchst du meist keinen 4×4. Wenn du aber ins Hochland möchtest, zum Beispiel nach Landmannalaugar oder Kerlingarfjöll, brauchst du ein geeignetes 4×4-Fahrzeug und musst prüfen, ob dein Mietvertrag diese Straßen erlaubt.

Was kostet eine Island Rundreise für 10 Tage?

Unsere erfassten Fixkosten lagen bei ca. 3.800 € für Flug, Mietwagen, Flughafenparken und Unterkünfte. Dazu kamen noch Essen, Sprit, Ausflüge und Parkgebühren. Island ist insgesamt sehr teuer, weshalb frühes Buchen und Selbstversorgung viel ausmachen können.

Sollte man Island im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn umrunden?

Beides ist natürlich möglich. Viele starten gegen den Uhrzeigersinn und fahren zuerst an die Südküste. Wir sind im Uhrzeigersinn gestartet und fanden es gut, weil der Anfang im Westen und Norden ruhiger war und die touristischere Südküste erst später kam.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Island Rundreise mit Hochland?

Für eine Rundreise mit Hochland würde ich Ende Juni oder Juli empfehlen. Dann sind die Tage lang, die Chancen auf geöffnete Hochlandstraßen besser und du kannst die Mitternachtssonne erleben.

❤️ Mein Fazit zur Island Rundreise in 10 Tagen

Intensiv, wunderschön und manchmal anstrengend

Unsere Island Rundreise mit 10 vollen Reisetagen war intensiv, wunderschön und teilweise auch anstrengend. Wir haben unglaublich viel gesehen, hatten großes Glück mit dem Wetter und konnten dadurch fast alles umsetzen, was wir geplant hatten.

Was uns am meisten in Erinnerung geblieben ist

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir nicht unbedingt die berühmtesten Orte, sondern die Momente, in denen Island sich wild und überwältigend angefühlt hat: die Wanderung zum Glymur, der frühe Morgen am Stuðlagil Canyon, der Blick auf den Vestrahorn in Stokksnes, die Aussicht im Múlagljúfur Canyon, die Puffins bei Dyrhólaey, die Farben von Landmannalaugar und die wilde Hochlandlandschaft rund um Kerlingarfjöll.

Meine wichtigste Empfehlung

Wenn du nur 10 Tage Zeit hast, kannst du eine großartige Island Rundreise planen. Ich würde dir aber empfehlen, nicht zu viele optionale Stopps hineinzupacken und bewusst Prioritäten zu setzen. Island ist kein Land, das man nur abhaken sollte. Es ist ein Land, das man erleben muss.


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