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Japan Reisevorbereitung
Tipps für einen reibungslosen Start

Die Vorfreude auf eine Japanreise kann überwältigend sein. Sorgfältige Vorbereitungen sind jedoch unerlässlich, um sicherzustellen, dass das Abenteuer im “Land der aufgehenden Sonne” reibungslos verläuft. Deshalb folgen wichtige Tipps für deine Japan Reisevorbereitung.

Brauche ich ein Visum für meine Japanreise?

Für deutsche Staatsbürger, die einen kurzfristigen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in Japan planen, ist kein Visum erforderlich. Es genügt ein Reisepass, der mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültig ist. Das gleiche gilt für alle anderen EU-Länder sowie die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Brasilien und Indonesien. Die vollständige Liste findest du hier.

In Ausnahmefällen können sich Einreisebestimmungen ändern, von daher empfiehlt sich vorab eine Gegenprüfung auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

Schneller einreisen mit Visit Japan Web

Um deine Einreise zu beschleunigen, kannst du dich vorab über den Webdienst Visit Japan Web anmelden. Dieser ermöglicht es dir, bereits vor der Ankunft das Einreiseverfahren durchzuführen, das die Einreisekontrolle und Zollerklärung beinhaltet. Wenn du alle notwendigen Informationen eingetragen hast, musst du bei der Einreise nur noch den automatisch generierten QR-Code auf deinem Smartphone oder Tablet vorzeigen und bist startklar. Beachte jedoch, dass der Service derzeit nur auf Englisch verfügbar ist.

Denke an eine Auslandskrankenversicherung

Die Auslandskrankenversicherung ist von entscheidender Bedeutung für eine Japanreise aus mehreren Gründen. Erstens können die medizinischen Kosten in Japan hoch sein, und ohne Versicherung müsstest du diese Kosten selbst tragen. Zweitens bietet die Versicherung Schutz vor finanziellen Risiken bei unvorhergesehenen medizinischen Notfällen und deckt im Ernstfall auch den Rücktransport ins Heimatland ab. Zusätzlich können einige Policen auch Reiserücktrittskosten abdecken. Die Auslandskrankenversicherung gewährleistet somit nicht nur angemessene medizinische Versorgung, sondern trägt auch dazu bei, die Reise sorgenfreier zu gestalten.

Wir selbst nutzen seit langer Zeit die günstige Jahres-Auslandskrankenversicherung der HanseMerkur im Paar-Tarif. Das Abschließen des Vertrages ist unkompliziert und beinhaltet fast alle notwendigen Absicherungen, abgesehen von einer Reiserücktrittskosten-Versicherung. Bisher funktionierten das Einreichen und die Erstattung von Rechnungen ebenfalls einwandfrei.

Einen Artikel mit ausführlichen Details zu verschiedenen Auslandskrankenversicherungen findest du hier.

Kawaguchiko Mount Fuji Street View

Simkarte für die Japanreise

Eine lokale Simkarte während einer Japanreise ist absolut sinnvoll, da sie dir einen durchgehenden und kostengünstigen Internetzugang ermöglicht. Damit kannst du dann problemlos ortsabhängige Dienste nutzen, behältst die Kosten unter Kontrolle und bist immer flexibel. Denn es gibt doch nichts schlimmeres, als unterwegs nicht mal schnell den Weg oder eine wichtige Nachricht checken zu können.

In einem Anbietervergleich solltest du auf das Datenvolumen und die Datengeschwindigkeit achten, wobei die meisten Anbieter mit 4G werben. Für eine längere Reise empfiehlt sich unter Umständen ein Angebot mit unbegrenztem Datenvolumen. Außerdem kannst du dich entscheiden, ob du eine physische Simkarte oder eine eSim nutzen möchtest. Die physische Simkarte kannst du je nach Angebot entweder selbst am Flughafen abholen oder dir ins Hotel liefern lassen. Bei beiden Alternativen bekommst du eine klare Anleitung, wie du die Simkarte aktivierst.

Google Maps zum Navigieren nutzen

Google Maps wird ein unverzichtbarer Begleiter für deine Navigation in Japan sein, denn sogar Einheimische nutzen es für die Orientierung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So zeigt dir Google Maps beispielsweise in unübersichtlichen Bahnhöfen den bestgelegenen Ein- und Ausgang, um möglichst effizient von A nach B zu kommen. An dem größten Bahnhof Japans, dem Shinjuku Bahnhof in Tokyo, ist dieses Feature angesichts der 200 Ausgänge besonders hilfreich.

Am besten speicherst du dir vor der Reise alle wichtigen Punkte auf der Karte ab, die du besuchen möchtest, sodass du dich vor Ort leichter zurechtfindest. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du dir im Vorfeld auch Offline-Karten herunterladen. Damit kannst du dich dann mühelos durch Japan bewegen, ohne wertvolle Zeit mit der Suche nach dem richtigen Weg zu verschwenden.

Japan Rail Pass

Der Japan Rail Pass (auch JR-Pass genannt) ist ein Zugpass, der ausschließlich für Touristen aus dem Ausland erhältlich ist. Den Pass gibt es in verschiedenen Gültigkeitsdauern (7, 14 oder 21 Tage) und du kannst damit unbegrenzt mit den meisten Zügen der JR-Gesellschaft in ganz Japan fahren – einschließlich der Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen. Die Sitzplatzreservierungen in den Shinkansen sind kostenlos und können bis kurz vor der Abfahrt an den JR-Automaten vorgenommen werden. Dies ist kein Muss, empfiehlt sich aber auf beliebten Strecken während der Hochsaison – wie zum Beispiel zu Zeiten der Kirschblüte.

Du kannst den JR-Pass entweder im Voraus online kaufen und dann bei Ankunft in Japan in einem der JR-Büros aktivieren oder aber erst in Japan erwerben. Dann zahlst du allerdings einen Aufpreis von 10%.

Lohnt sich der Japan Rail Pass?

Wenn du mehrere Städte in Japan besuchen und viel mit dem Zug fahren möchtest, könnte der Pass eine gute Wahl sein. Trotzdem hängt das von deiner genauen Reiseroute und deinem Reisebudget ab – vor allem weil der Pass seit Beginn des Jahres deutlich teurer geworden ist. Ob sich der Japan Rail Pass für dich rechnet, kannst du mit einem praktischen JR Fare Calculator berechnen. Dabei trägst du die Zugverbindungen ein, die du für deine Reise planst und der Kalkulator sagt dir, ob sich der JR-Pass für dich lohnt.

Alternativ kannst du auch JR-Pässe für bestimmte Regionen kaufen. Planst du beispielsweise mehrere Tage zwischen Kyoto, Osaka, Nara und Hiroshima zu reisen, könnte sich der Kansai-Hiroshima Area Pass für dich lohnen. Die verschiedenen regionalen JR-Pässe findest du übersichtlich präsentiert bei Klook.

Internationaler Führerschein für den Roadtrip

Ein internationaler Führerschein ist in Japan notwendig, um ein Fahrzeug zu führen. Dieser muss zwingend eine Übersetzung ins Japanische enthalten. Planst du also einen Roadtrip mit dem Auto, beantrage den Führerschein rechtzeitig vor deiner Japanreise, um eventuelle Verzögerungen zu berücksichtigen. Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit deinem nationalen Führerschein gültig.

Asakusa Schrein Sensoji Kirschblüte

Bezahlung in Japan

Bargeld spielt überraschenderweise eine wichtige Rolle in Japan. Dies sollte man bei der Bezahlung berücksichtigen, da einige Geschäfte und Restaurants keine Kreditkarten akzeptieren. Internationale Kreditkarten von Visa und Mastercard, sowie mobile Zahlungsdienste wie ApplePay, werden zwar in städtischen Gebieten meist angenommen, aber in ländlichen Regionen kann dies eingeschränkt sein. Führe daher immer genügend Bargeld mit.

Für einen Währungsumtausch solltest du autorisierte Stellen wie Banken oder Wechselschalter (Currency Exchange) ansteuern. Am einfachsten ist es jedoch, wenn du mit deiner Kreditkarte Bargeld am Geldautomaten abhebst. Geldautomaten, die ausländische Karten akzeptieren, sind in Convenience-Stores (Conbinis wie Family Mart und 7-Eleven) und in ausgewählten Banken zu finden.

Für kleinere Einkäufe an Automaten oder in Conbinis kannst du auch deine IC-Karte wie Suica oder Pasmo verwenden, obwohl sie in erster Linie für die Bezahlung im öffentlichen Verkehr gedacht ist.

Im Laufe deiner Reise wirst du viel Kleingeld ansammeln, aber denke nicht daran es als Trinkgeld zu verteilen. Denn Trinkgeld ist in Japan unüblich und wird nicht gern gesehen.

Kommunikation in Japan: Die wichtigsten Begriffe

In Japan gestaltet sich die Kommunikation auf Englisch oft als herausfordernd, da nicht alle Einheimischen fließend Englisch sprechen, insbesondere in ländlichen Gebieten. Der überaus höfliche, aber zurückhaltende Kommunikationsstil erschwert die Interaktion zusätzlich. Trotzdem sind viele Japaner in städtischen Gebieten, insbesondere im Tourismussektor, bemüht, Englisch zu sprechen. Es ist jedoch ratsam, einige grundlegende japanische Höflichkeitsphrasen zu kennen, um die Verständigung zu erleichtern und die kulturellen Nuancen zu respektieren. Hier sind die wichtigsten Vokabeln, die du für deine Japanreise kennen solltest:

  • Konnichiwa: Guten Tag
  • Konbanwa: Guten Abend
  • Arigatou: Danke
  • Arigatou gozaimas: Dankeschön (höflichere Form)
  • Sumimasen: Entschuldigung
  • Onegaishimas: Bitte (sehr)
  • Kudasai: Bitte (wenn man etwas bestellt)
  • Mata ne: Bis dann / Tschüss (zwanglose Verabschiedung)
  • Mata kondo: Bis zum nächsten Mal
  • Sayonara: Auf Wiedersehen (sehr formell und eher für endgültige Abschiede)
  • Hai: Ja
  • Iie: Nein
  • Oishii: Lecker
  • Ichi: Eins
  • Ni: Zwei
  • San: Drei

Angemessenes Verhalten in Japan

In Japan ist es wichtig, sich in der Öffentlichkeit respektvoll zu verhalten. Dazu gehört es, leise zu sprechen und laute Telefonate oder Musik zu vermeiden. Zur Begrüßung und Verabschiedung ist es üblich, sich zu verbeugen. Falls du versehentlich jemanden berührst oder anrempelst, ist es angemessen, sich mit einem höflichen “Sumimasen” zu entschuldigen.

Beim Essen von Nudeln oder Suppe solltest du darauf achten, nicht zu schlürfen, und wenn du mit Essstäbchen isst, solltest du sie nicht senkrecht in den Reis stecken. Es ist auch unüblich, während des Gehens zu essen oder zu trinken.

Besonders in Tempeln und Schreinen ist angemessene Kleidung wichtig, wobei es ratsam ist, Schultern und Knie zu bedecken. Rauchen ist in Japan nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, und es ist wichtig, seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Da es im öffentlichen Raum kaum Mülleimer gibt, solltest du den Müll mitnehmen und ihn bei nächster Gelegenheit entsorgen – spätestens im Hotel.

Wenn du diese Punkte beachtest, wirst du dich in Japan garantiert sicher und willkommen fühlen.

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