Europa

Tiroler Zugspitz Arena

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Österreich ist für seine atemberaubende, gebirgige Landschaft bekannt. Nachdem ich während eines Kurztrips in der Schweiz eine Vorliebe für malerische Gebirgsszenerien entwickelt hatte, entschloss ich mich im Zuge eines Besuchs bei meinem Freund in Stuttgart, für einen Abstecher in die sogenannte Alpenrepublik. Nach einer 3-stündigen Autofahrt und einer kurzen Besichtigung von Schloss Neuschwanstein, trafen wir im idyllischen Tirol, unweit der Zugspitze ein. Im wunderbar lauschigen und verträumten Lermoos bezogen wir ein Hotelzimmer, von wo aus wir einen tollen Blick auf den höchsten Berg Deutschlands hatten. Dort oben sollten wir dann am nächsten Tag stehen.

Zugspitze

Das Wetter spielte glücklicherweise einwandfrei mit und so stand unserem Gipfelbesuch nichts im Wege. Möchte man bequem auf die Zugspitze hinauf, gibt es zwei Möglichkeiten: Nahe Garmisch-Partenkirchen liegt Eibsee. Von dort aus fährt seit April 2017 eine Zahnrad- und Gletscherbahn zur Zugspitze hinauf. Die Berg- und Talfahrt kostet pro Erwachsenen 53€. Die zweite Möglichkeit ist die Tiroler Zugspitzbahn, deren Talstation sich in Obermoos befindet, nicht weit von Ehrwald entfernt. Hier kostet die Berg- und Talfahrt 45€ für einen Erwachsenen. Mit einer Gästekarte der Tiroler Zugspitz Arena, die man bei einer Hotelübernachtung kostenlos erhält und mit der es bei diversen Einrichtungen Ermäßigungen gibt, spart man 2€.

zugspitze_eibsee

Bei der ca. 10-minütigen Fahrt in der Tiroler Zugspitzbahn hat man eine tolle Aussicht auf den deutschen Eibsee.

Wenn man sich nach einer Herausforderung sehnt, kann man aber auch auf die Zugspitze hinauf wandern. Da dort oben jedoch bereits im September Schnee liegen kann, sind Wanderschuhe unverzichtbar. Aufgrund dessen mussten wir unseren Plan, von der Spitze hinunter ins Tal zu wandern, leider vergessen.

Auf der Höhe von 2.962 Metern angekommen, überraschte uns zunächst der große Temperatursturz. Man sollte sich also gut einpacken, selbst wenn es im Tal relativ warm ist. Früh am Morgen war der Besucherandrang auf der Aussichtsplattform sehr gering, sodass wir das Bergpanorama nahezu ungestört genießen konnten.

zugspitze_panorama

Wer mag, kann sogar noch ein Stückchen weiter hoch zum goldenen Gipfelkreuz steigen. Der kurze Weg führt die mutigen Wanderer über eine eiserne Leiter und einen schmalen Grat, wo das Festhalten an einer Eisenkette möglich ist. Da wir keine rutschfesten Schuhe für solch eine Kletterei im Schnee anhatten, verzichteten wir ausnahmsweise auf diesen Nervenkitzel.

gipfelkreuz

Für Verpflegung auf dem Gipfel sorgen ein Cafe und ein Restaurant, die mit ihren Terrassen zum Verweilen einladen. Ein heißer Glühwein bei den eisigen Temperaturen ist einfach zu verführerisch.

Um etwas über die Geschichte der Tiroler Zugspitzbahn zu erfahren, kann man vor Ort die entsprechende Ausstellung besuchen, die im gekauften Bahnticket inklusive ist. Wer dann vom Lernen noch nicht genug hat, kann zusätzlich in der Schneekristall-Welt vorbeischauen, um sich über die Entstehung eben dieser zu informieren. Diese sogenannte „Welt“ ist allerdings sehr winzig geraten. Nach kurzem Umschauen verließen wir die kleine Ausstellung auch wieder.

Als gegen 11 Uhr die ersten Massen an asiatischen Touristen eintrafen und damit die Ruhe dahin war, entschlossen wir uns ins Tal zurückzukehren.

zugspitze_talstation

Wanderungen rund um Ehrwald

Da unsere geplante Wanderung von der Zugspitze hinunter leider in den Schnee fiel (Wortspiel lol), griffen wir auf Plan B zurück – eine Wanderung im Tal. Rund um den kleinen Ort Ehrwald sind zahlreiche Wanderwege vorhanden. Je nach Fitnesslevel und vorhandener Zeit kann man sich so seine gewünschte Route zusammenbasteln. Einen Überblick über die verschiedenen Wanderwege gibt es hier.

ehrwalder_alm_wanderweg

Wir entschieden uns zunächst für eine Wanderung zur Ehrwalder Alm und dem Almsee. Das Auto wurde kurzerhand bei der Talstation der Ehrwalder Almbahn geparkt und dann hat die Tour begonnen. Der Aufstieg ist relativ mühsam. Wohl deshalb ist der Weg auch nicht besonders stark frequentiert. Bereits nach einer Stunde erreichten wir unser Ziel: den wunderschönen Almsee.

almsee_panorama

Das Panorama hat uns schlichtweg umgehauen. Die traumhaft idyllische Umgebung ist kaum zu fassen und die bequemen Sitz- und Liegemöglichkeiten zwingen einen regelrecht zum Entspannen.

almsee_wasser

Nur schweren Herzens trennten wir uns von diesem herrlichen Ort. Aber der Tag war noch jung und wir wollten schließlich wandern.

almsee_2

Da das Wetter sich super hielt, begaben wir uns auf die längere Wanderung zum Seebensee. Kurz vor dem Ziel kann man sich in der Seebenalm noch mit typisch österreichischen Spezialitäten oder einem Bier stärken. Am frühen Nachmittag war das Lokal allerdings restlos überfüllt. Einladend wirkte es aber alle mal.

seebensee_panorama

Der Seebensee selbst hat uns schlussendlich nicht wirklich beeindruckt. Er ist zwar malerisch von Bergen umrandet, aber nach dem Almsee konnte er leider nur noch abstinken. So machten wir uns nach ein paar Fotos wieder auf den Rückweg.

seebensee

Hoher Gang

Da es uns zu langweilig wäre, den gleichen Weg wieder zurückzuwandern, wählten wir den Hohen Gang um wieder ins Tal zurückzukehren. Zuerst fragte ich mich, warum sonst niemand diese Route wählte. Nach ein paar Metern wurde mir das aber klar: Dieser Weg ist gemeingefährlich 😀 Er ist steil und besteht größtenteils aus wackeligem, groben Steinuntergrund. Der „Weg“ ist also nur was für Schwindelfreie mit einer gewissen Fitness und uneingeschränkter Beweglichkeit, da kletterartige Bewegungen notwendig sind. Im Grunde erinnerte er mich stark an den Angels Landing Hike im Zion National Park. Wer also etwas Nervenkitzel sucht, ist hier genau richtig.

hoher_gang

Gefühlt zog sich der Abstieg, weil man im ersten steilen Abschnitt nur langsam vorankommt. Irgendwann kamen wir jedoch erleichtert und ohne Verletzungen an unserem Ausgangspunkt an. Dann hieß es ab ins Auto und auf schnellstem Wege zum nächsten Supermarkt – der Heißhunger übermannte uns 😉

Fazit: Wunderschöne Landschaft gepaart mit überragendem Wetter – besser geht’s nicht.

1 Kommentar

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